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1 (1843)
Entstehung
Seite
158
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158 Zweiter Tag. Siebente Geschichte.

liehe That auf dem Fuße folgte. Es traf sich, daß ebenum jene Zeit im Hafen der Stadt ein Schiff vor Ankerlag, das mit Waaren beladen, unter Leitung zweier jungerGenuesen, denen es gehörte, nach Clarenza in Romaniaabsegeln sollte. Schon waren die Segel aufgezogen, um,sobald der Wind günstig würde, abreifen zu können. Mitdiesen Schiffern kam Marato überein und verabredete, wiesie in nächster Nacht ihn nebst der jungen Dame einneh-men sollten. Nachdem diese Anordnungen getroffen waren,und es Nacht zu werden ansing, ging Marato, der sichbereits ausgesonnen, was er thun wollte, mit ein paarzuverlässigen Gefährten, deren Hülfe er zu der beabsichtig-ten That angesprochen, unerkannt in Pericone's Haus,der sich, dergleichen nicht versah, und versteckte sich nebstihnen, ein Jeder an dem verabredeten Platze, in verschie-denen Theilen des Hauses. Als schon ein Theil der Nachtverstrichen war, öffnete Marato seinen Gefährten das Zim-mer, wo Pericone mit seiner Schönen schlief, und so tödte-ten sie diesen im Schlafe. Als die Dame erwachte undzu weinen ansing, droheten sie ihr mit dem Tode, wennsie das mindeste Geräusch machte, und brachten sie nebsteinem großen Theile der bedeutendsten Kostbarkeiten Peri-cone's, ohne von Jemandem bemerkt zu werden, eilig andas Ufer. Hier bestiegen Marato und die Dame das Schiff,und seine Gefährten kehrten zurück, die Schiffer aber spann-ten vor dem günstigen frischen Winde die Segel auf undreisten ab. Die Dame beklagte sich anfangs bitterlich, so-wol über ihr erstes Unglück, als über dieses zweite; Maratoaber wußte sie, den heiligen Crescentius, den uns Gottgeschenkt hat, in der Hand, solchergestalt zu trösten, daßsie zahm gegen ihn wurde und den Pericone vergaß.

Schon glaubte sie wieder gut daran zu sein, als dasSchicksal, dem die vorigen Unfälle noch nicht genügten,ihr neues Ungemach bereitete. Die beiden jungen Schiffs-herren verliebten sich in ihre, wie schon öfters berichtetworden ist, wunderschöne Gestalt und in ihr äußerst feines