Alatiel.
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um Mitleid an und suchten, als sie sahen, sie würdenso wenig verstanden, wie sie ihn verstehen konnten, ihmihr Unglück durch Zeichen begreiflich zu machen. Der Die-ner bemerkte Alles, so gut er konnte, und erzählte danndem Pericone, was er auf dem Schiffe gesehen. Dieserließ sogleich die Frauen und die kostbarsten Sachen, die sichauf dem Wrack befanden und erreicht werden konnten, ansLand bringen und ging mit ihnen auf sein Schloß, woer sie durch Ruhe und durch Speise erquickte. Dabei er-riech er denn aus den kostbaren Gerüchen, die Dame, dieer gefunden, müsse von gar vornehmer Abkunft sein, underkannte sie auch bald vor den Uebrigen an der Ehre, diediese ihr allein erwiesen. Auch schienen ihm, ihrer Blasseund des Uebelbesindens ungeachtet, welche das Ungemachdes Meeres in ihr hervorgebracht, die Formen ihres Kör-pers von großer Schönheit zu sein, weshalb er augenblick-lich bei sich den Entschluß faßre, sie zur Frau zu nehmen,wenn sie noch keinen Mann haben sollte, und, wenn sienicht seine Frau werden könnte, ihre Freundschaft zu ge-winnen.
Pericone war ein Mann von kräftigem Aussehen undgewaltigem Gliederbau. Als er die Dame einige Tagelang auf das beste hatte bewirthen lassen und sie sich be-reits vollkommen wieder erholt hatte, fand er sie noch umVieles schöner, als er vermachet, und gab sich deshalb,von ihrer Schönheit auf das leidenschaftlichste entflammt,obgleich sie, zu seinem großen Bedauern, weder ihn, nocher sie verstehen konnte, alle Mühe, sie durch Liebkosungenund zuthuliches Benehmen dahin zu bewegen, daß sieohne Widerstreben ihm zu Willen wäre; doch blieben alleseine Versuche ganz vergeblich. Je mehr sie indeß seineVertraulichkeiten von sich wies, desto mehr entflammte> sich Pericone's Gluth. Als die junge Dame dies gewahrwurde und im Verlaufe ihres mehrtägigen Aufenthaltsan den Gebräuchen der Leute auch schon bemerkt hatte,daß sie Christen seien, leuchtete ihr wohl ein, daß sie mit