Alatiel.
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dritten Nacht, seitdem der Sturm begonnen, dieser nichtallein nicht nachließ, sondern noch immer im Zunehmenbegriffen war, und die Schiffer nicht mehr wußten, wo sieseien, und (weil der Himmel von dichten Wolken um-zogen und wie von dunkler Nacht verfinstert war) wederdurch ihre Schifffahrtskunde, noch durch BeobachtungenAuskunft darüber erlangen konnten, wurden sie in derNahe von Majorca gewahr, daß ihr Schiff auseinander-zugehn anfange. In dieser Lage, die jede Möglichkeit derRettung vernichtete, dachte ein Jeder an sich selbst undnicht an den Andern, und so sprangen die Schiffsherrenin das Boot, das sie schnell ins Meer geworfen hatten,entschlossen, sich lieber diesem, als dem aufgelösten Schiffsanzuvertrauen. Ihnen folgten die übrigen Männer, dieim Schiffe waren, ungestüm nach, obgleich die zuerstEingestiegenen sie mit den Messern in der Hand daranhindern wollten, und wahnend, nur so dem Tode entge-hen zu können, wurden sie nur um so schneller seineBeute, denn, weil bei dem widrigen Wetter das Bootnicht so viel Personen ertragen konnte, ging es unter,und Alle, die auf ihm waren, mußten umkommen.
Inzwischen wurde das Schiff, auf dem Niemand ge-blieben war, als die junge Dame und ihre Frauen, dievon der Wuth des Sturmes und von ihrer Angst betäubt,wie Todte auf demselben umherlagen, obgleich schon ganzzerschellt und voller Wasser, von dem ungestümen Windegetrieben und im schnellsten Lause an die Küste der InselMajorca verschlagen. Dabei war die Gewalt des Stoßesso groß, daß das Schiff vielleicht einen Steinwurf vomUfer entfernt ganz im Sande stecken blieb und, wie sehres auch die Nacht über von den Fluchen bekämpft ward,sich dennoch nicht mehr von der Stelle bewegen konnte.Als endlich der Helle Tag angebrochen war und der Sturmein wenig nachgelassen hatte, erhob die junge Dame, diesich dem Tode nahe fühlte, das Haupt und rief, so schwachsie war, bald nach dem Einen und bald nach dem Andern
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