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1 (1843)
Entstehung
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152
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152 Zweiter Tag. Siebente Geschichte.

doch ganz vorzüglich in dem einen Punkte, daß Ihrschön zu sein wünscht und Euch deshalb nicht einmalmit den Reizen begnügt, welche die Natur Euch gewährthat, sondern diese durch wunderbare Künste noch zu ver-mehren bestrebt seid. Um diesem Wunsche zu begegnen,will ich Euch erzählen, wie die Schönheit so sehr das Unglückeiner Saracenin machte, daß sie um ihretwillen in Zeit vonetwa vier Jahren neun Mal neue Hochzeiten feiern mußte.

Schon vor geraumer Zeit war ein Sultan von Ba-bylon, Namens Bonminedab, dem in seinen Tagen garMancherlei nach Wunsche ging. Unter mehreren andern Kin-dern beiderlei Geschlechtes hatte er auch eine Tochter, mitNamen Alatiel, die nach der Aussage Aller, die sie zu sehnbekamen, das schönste Mädchen war, das damals auf derWelt gefunden werden konnte. Diese hatte er wegen einesglänzenden Sieges über eine große Anzahl Araber, die ihnüberfallen, zu welchem der König von Algarbien besondersviel beigetragen, dem letzteren, auf dessen besonderes Be-gehren, zur Frau versprochen, und schiffte sie nun unterehrenvoller Begleitung von Männern und Frauen mitvielen kostbaren und schönen Geröchen auf einem wohlbewaffneten und ausgerüsteten Fahrzeuge ein, um unterGottes Schutze zu ihrem Bräutigam zu reisen. Die Ma-trosen spannten dem Winde die Segel auf, sobald ihnendas Wetter günstig aussah, verließen den Hafen vonAlexandrien und hatten mehrere Tage lang eine glücklicheFahrt. Als indeß Sardinien schon hinter ihnen lag, undsie dem Ziele ihrer Reise nahe zu sein glaubten, erhobensich eines Tages streitende Winde, von denen ein jeder soübermäßig ungestüm war, daß das Schiff, auf dem diejunge Fürstin mit den Matrosen sich befand, wild umher-geworfen und von den letzten mehrmals aufgegeben ward.Da diese jedoch in der Schiffahrt große Geschicklichkeit be-saßen und alle Kraft und Kunst aufboten, gelang esihnen, im Kampfe mit dem tobenden Meere, das Schiffzwei Tage lang zu erhalten. Als indeß bei Anbruch der