150 Zweiter Tag. Siebente Geschichte.
versichert, daß, sobald Arrighetto erfahren werde, was erfür Jenen gethan, er ihm eben fo herzlich, wenn nichtnoch herzlicher danken werde. Nun erst nahmen sie ander Festmahlzeit der jungen Bräute und Bräutigams denfreudigsten Antheil. Doch dauerten die Festlichkeiten, dieCurrado zu Ehren seines Schwiegersohnes und seiner übri-gen Angehörigen und Freunde entstellte, nicht nur diesensondern noch viele daraus folgende Tage. Als sie endlichaufhörten, meinten Frau Beritola und Giuffredi, gleichden Uebrigen, es sei Zeit aufzubrechen, und so bestiegensie unter vielen Thränen des Currado, seiner Gemahlinund des Herrn Gasparrino in Gesellschaft der Spina dasSchiff, das ihnen Arrighetto geschickt, und sagten JenenLebewohl. Ein günstiger Wind brachte sie binnen Kurzemnach Sicilien, wo von Arrighetto Söhne und Frauenalle gleichmäßig in Palermo mit solcher Freude empfan-gen wurden, daß sie unmöglich geschildert werden kann.Dort sollen sie dann noch lange Zeit glücklich und derempfangenen Wohlthaten eingedenk in Gottes Gnadengelebt haben.
Siebente Geschichte.
Der Sultan von Babylon schickt seine Tochter dem König vonAlgarbicn zur Frau, sie aber geräth durch eine Reihe von Ereig-nissen in Zeit von vier Jahren und an verschiedenen Orten neunMännern in die Hände. Endlich wird sie ihrem Water zurückge-bracht und reist als vorgebliche Jungfrau zum König von Algar-bien, um diesen, der ersten Absicht nach, zu heirathen.
§)ie Geschichte der Emilie hätte vielleicht nicht mehr langedauern dürfen, ohne daß das Mitleiden über die Unfälle