Madonna Beritola. 149
gegessen ward, kehrte Derjenige zurück, der nach Siciliengereist war, und erzählte unter Anderm, daß, währendArrighetto vom König Karl gefangen gehalten worden, dasVolk, als der Aufstand gegen die Franzofen an jenemOrte ausgebrochen, voller Wuth nach seinem Gefangnißgelaufen sei, die Wachen getödtet, ihn herausgehvlt undals geschwornen Feind des Königs Karl zu ihrem Anfüh-rer gemacht und dann unter seinem Befehle die Franzosenverjagt und getödtet habe. Durch dieses Ereigniß sei ihmdie Gunst des Königs Peter in hohem Grade zu Theil ge-worden, und dieser habe ihn in alle seine Besitzthümerund Ehrenstellen wieder eingesetzt, sodaß er jetzt ein Mannvon der größten Bedeutung sei. Ihn selber, fügte derGesandte hinzu, habe Arrighetto auf das ehrenvollste em-pfangen und die größte Freude über seine Frau und seinenSohn bezeigt, von denen er seit seiner Gefangennehmungnie das Mindeste gehört, auch habe er ein Schiff undeinige Edelleute, die dem Sprechenden auf dem Fuße folg-ten, mitgesandt, um die Seinigen abzuholen.
Der Gesandte war mit allgemeiner Freude und Jubelempfangen und angehört worden, nun aber ging Curradonebst einigen seiner Freunde eilig den Edelleuten entgegen,die um Frau Beritola's und Giuffredi's willen gesandtworden waren, begrüßte sie herzlich und führte sie zu sei-nem Gastmahle, das noch nicht bis zur Halste gediehenwar. Das Vergnügen, das die Dame und Giuffredi, wieauch die Uebrigen alle empfanden, sie zu sehen, hatte nichtseines Gleichen, sie aber dankten, noch bevor sie sich zuTische setzten, in Arrighetto's Namen Eurrado und seinerGemahlin so verbindlich, als sie nur wußten und konnten,für die Ehre, welche sie der Frau Beritola und seinemSohne erwiesen, und forderten sie auf, über Arrighettound was immer in dessen Vermögen stände, nach Will-kür zu verfügen. Dann wendeten sie sich auch zu HerrnGasparrino, dessen Verdienste um Scacciato ihnen vorhernicht bekannt gewesen waren, und sagten ihm, sie seien