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1 (1843)
Entstehung
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142
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142 Zweiter Tag. Sechste Geschichte.

und darf nicht hoffen, vor meinem Tode wieder herauszukommen."Nun," sagte der Gefangenwärter,wasgeht denn Dich an, was so große Könige thun? Washattest Du denn in Sicilien zu schaffen?" Giannottoerwiderte ihm:Mir. ist, als wollte mein Herz zerspringen,wenn ich daran denke, was mein Vater dort zu sagenhatte; denn, so klein ich auch war, als ich von dort ent-fliehen mußte, so erinnere ich mich doch noch, gesehen zuhaben, wie er zur Zeit des Königs Manfred über dieganze Insel zu befehlen hatte."Und wer war dennDein Vater?" entgegnete der Schließer.Meinen Vater,"sagte Jener,brauche ich jetzt nicht mehr zu verhehlen,da die Gefahr, in die ich zu kommen fürchtete, wenn ichihn entdeckte, mich nun ohne das betroffen hat. Er hießund heißt, wenn er anders noch am Leben ist, ArrighettoCapece, und ich nenne mich nicht Giannotto, sondernGiuffredi und zweifle nicht, daß, wenn ich hier herausund nach Sicilien kommen könnte, ich dort eine der höch-sten Stellen einnehmen würde." Der Schließer ließ sichweiter auf nichts ein, sondern berichtete, sobald er Zeitdazu fand, das ganze Gespräch dem Currado. Zwarstellte sich dieser gegen den Gefangenwarter, als ob derBericht ihm gleichgültig wäre, doch ging er sogleich zuFrau Beritola und fragte sie freundlich, ob sie von Arri-ghetto einen Sohn, Namens Giuffredi, gehabt habe. Wei-nend antwortete die Dame, daß, wenn der älteste ihrerbeiden Söhne noch am Leben wäre, er so heißen und etwazwei und zwanzig Jahre alt sein würde.

Als Currado dies vernahm, überzeugte er sich, derGefangene sei es wirklich, und es kam ihm der Gedankeein, daß er, wenn es sich so verhielte, zu gleicher Zeit eingroßes Werk der Barmherzigkeit thun und seine und seinerTochter Schande tilgen könnte, wenn er diese Jenem zurFrau gäbe. Aus diesem Grunde ließ er- den Giannottoheimlich zu sich rufen und befragte ihn genau über seinvergangenes Leben, und da er auch hierbei manche deut-