Madonna Beritola.
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werde sich, wann es auch sei, noch einmal ändern, undsie würden, wenn sie nur am Leben blieben, ihre alteStellung wieder gewinnen können, und beschloß aus diesenGründen, bis die gelegene Zeit kommen würde, Niemandemzu offenbaren, wer sie seien. Demzufolge sagte sie Allen,von denen sie darum befragt ward, es seien ihre Kinder,und nannte den älteren nicht Giuffredi sondern Giannottovon Prvcida, dem jüngeren dagegen glaubte sie seinenLaufnamen lassen zu dürfen. Ferner machte sie demGiuffredi mit großer Sorgfalt begreiflich, warum sie ihnanders benannt habe, und welchen Gefahren er ausgesetztsein könne, wenn er erkannt würde, und begnügte sichnicht damit, ihm dies einmal zu sagen, sondern schärfteihm dieselben Lehren oft und vielmals ein. Auch fehltees dem Kinde nicht an Fassungskraft, und es befolgtegenau die Vorschriften der verständigen Amme. So leb-ten die beiden Knaben, schlecht bekleidet und noch schlechterbeschuht, mit ihrer Amme mehrere Jahre lang in demHause des Herrn Gasparrino, wo sie zu den geringstenDiensten verwandt wurden.
Als indessen Giannotto sechszehn Jahre alt gewordenund edlere Gesinnungen, als sie einem Diener geziemen,hegte, verließ er den Dienst des Herrn Gasparrino undschiffte sich, seiner niedrigen und knechtischen Lage über-drüssig, auf einer Galeere, die nach Alexandrien bestimmtwar, ein. So besuchte er verschiedene Länder und konntees darum doch nicht weiter bringen. Drei oder vier Jahreverstrichen, seit er Herrn Gasparrino verlassen hatte, under wuchs inzwischen zu einem stattlichen und wohlgebildetenManne heran; auch erfuhr er, sein Vater, den er todtgeglaubt hatte, lebe noch im Kerker vom König Karl ge-fesselt und bewacht; da gelangte er endlich auf seinen un-steten Irrfahrten, an seinem Glücke verzweifelnd, nachLunigiana, und es mußte sich treffen, daß er sich ebenbei Currado Malespina in Dienst that und durch seinGeschick und gutes Benehmen sich dessen Zufriedenheit er-