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1 (1843)
Entstehung
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127
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Andreuccio in Neapel.

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scheren." Diese Worte mochten es sein, die einen Men-schen, der drinnen im Hause war und, ohne daß An-dreuccio ihn zuvor gesehen, bei dem Mädchen Kuppler-dienste versah, dreist genug machten, daß er ans Fenstertrat und mit einer gewaltigen, wilden und zornigen Stimmeherunterrief:Wer ist da?" Wie Andreuccio bei diesemRufe in die Höhe blickte, begriff er leicht, so wenig erauch in der Dunkelheit erkennen konnte, daß mit Demnicht viel zu spaßen sei, solch einen gewaltigen schwarzenBart hatte er herunterhängen, und dabei gähnte er undrieb sich die Augen, als ob er aus dem Bette und vontiefem Schlafe aufgestanden wäre. Darum antwortete ernicht ohne Furcht:Ich bin ein Bruder von der Dame,die hier drinne wohnt." Jener aber wartete nicht ab, daßAndreuccio seine Antwort vollendete, sondern rief noch vielgrimmiger als zuvor:Ich weiß nicht, was mich abhält,daß ich nicht hinunterkomme und Dich widerwärtigen,besoffenen Esel, der Du sein mußt, daß Du uns dieseNacht nicht schlafen läßt, so lange durchprügle, als Dunoch ein Glied rühren kannst," und mit den Wortendrehte er sich herum und schlug das Fenster zu. Ein paarNachbarn, die über diesen Menschen besser Bescheid wuß-ten, sagten Jenem nun ganz freundlich:Um HimmelsWillen, guter Freund, geh mit Gott und laß Dich hiernicht todtschlagen > es ist zu Deinem Besten, wenn Dugehst."

War Andreuccio zuerst über die Stimme und denAnblick des Menschen erschrocken, so bewog ihn jetzt dasZureden dieser Leute, die nur aus Mitleiden so zu spre-chen schienen, noch mehr, und er ging verdrießlich, wieein Mensch es nur sein kann, und außer sich über dasverlorene Geld nach der Richtung, von wo er, ohne zuwissen, wohin, am Abende zuvor der Kleinen gefolgt war,um sein Wirthshaus wieder aufzusuchen. Weil ihm aberselbst der Gestank, der von ihm ausging, unerträglichwar, bog er, in der Absicht, sich nach dem Meere zu wen-