Andreuccio in Neapel.
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siel, doch im Fallen keinen Schaden that, obgleich er vondem Schmuze, der jenen Ort erfüllte, ganz bedeckt ward.Damit Ihr aber das eben Gesagte, und was ich nochhinzuzufügen habe, besser verstehen möget, will ich Euchnaher bezeichnen, wie jener Ort beschaffen war. Es warenin einem engen Gaßchen auf zwei Balken, die, wie wirunter ähnlichen Umstanden es oft geschehen sehn, zwischenden gegenüberstehenden Häusern eingeklemmt waren, einigeBreter befestigt und auf diesen die Stelle zum Sitzen an-gebracht. Eines dieser Breter war es nun, mit dem An-dreuccio Hinuntersiel. Zwar rief er aus der Tiefe desGäßchens, erschrocken über seinen Unfall, nach dem Kinde,aber cs war, sobald es ihn fallen gehört hatte, zu seinerGebieterin geeilt und hatte dieser, was geschehen sei, erzählt.Sogleich lief das Mädchen in die Stube, um zu sehn,ob Andreuccio's Kleidungsstücke da seien, und bekümmertesich, sobald sie diese und mit ihnen den Geldbeutel, dener aus thörichter Besorgniß immer bei sich führte, gefun-den und nun den Zweck erreicht sah, um desscntwillensie, die Palermitanerin, sich zu der Schwester eines Peru-giners gemacht und ihre Schlingen gelegt hatte, nichtmehr um Jenen, sondern schloß die Thür eilends zu, auswelcher er heraustrat, wie er siel.
Andreuccio rief inzwischen, da ihm das Kind nichtantwortete, immer stärker, doch half es ihm nichts. Nunerst sing er an, bedenklich zu werden und allzuspät zu er-reichen, daß er betrogen worden sei. Er kletterte über diekleine Mauer, welche dies Gäßchen von der Straße trennte,ging an die Hausthür, die ihm noch wohl bekannt war,und klopfte und rüttelte lange daran und rief hinauf, aberAlles vergebens. Jetzt sah er sein Unglück klar ein undweinte und sagte: „Ach, Himmel, in wie kurzer Zeit habeich eine Schwester und fünfhundert Goldgulden eingebüßt!"In der Weise redete er noch weiter und sing dann wiederan, zu klopfen und zu rufen. So machte er denn einensolchen Lärm, daß viele der nächsten Nachbaren darüber