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1 (1843)
Entstehung
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124
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124 Zweiter Tag. Fünfte Geschichte.

Abend nicht; da sie es aber einmal so haben wollte, sollesie nach Gefallen über ihn selbst verfügen. Darauf thatsie, als ließe sie ins Wirthshaus sagen, daß man ihnnicht zum Essen erwarten möchte, und nach mancherlei andernGesprächen setzten sie sich zu Tische, wo sie aus das glän-zendste mit zahlreichen Schüsseln bedient wurden, und durchdie List des Mädchens das Essen bis tief in die Nachthinein sich ausdehnte.

Als sie endlich vom Tische aufgestanden waren undAndreuccio nach Hause gehn wollte, erklärte sie, daß siedas keineswegs zugeben werde. Neapel sei überhaupt nicht,am wenigsten aber für einen Fremden, der Ort, umNachts darin umherzugehn, und, wie sie habe sagen lassen,daß man ihn nicht zum Essen erwarten solle, habe sieein Gleiches auch in Betreff des Nachtlagers gethan. Erglaubte nicht allein dies Alles, sondern fand auch in sei-nem falschen Wahne an der Gesellschaft des Mädchensgroßen Gefallen und blieb. Auch nach Tische spann sienicht ohne Absicht mancherlei Gespräche noch lange aus,und erst, als ein bedeutender Theil der Nacht vorüber war,ließ sie Andreuccio mit einem kleinen Kinde, das ihmzeigen sollte, was er etwa brauchen könnte, in der Stubezurück und ging mit ihren Dienerinnen in ein andresZimmer.

Die Hitze war noch immer groß, und deshalb warfAndreuccio, sobald er sich allein sah, die Kleider ab, zogdie Hosen aus und legte diese unter das Kopfkissen. Danun aber die Anforderungen der Natur ihn nöthigten, sichder überflüssigen Last des Leibes zu entledigen, fragte erdas Kind, wo er es thun könne, und dieses zeigte ihmeine Thür auf der einen Seite des Zimmers und sagte:Geht nur dort hinein." Andreuccio schritt unbefangenvorwärts, setzte aber unglücklicherweise den Fuß aus einBret, das auf der entgegengesetzten Seite losgegangenwar, und siel mit ihm zugleich hinab. So gnädig warihm aber Gott, daß er sich, wie hoch er auch hinunter-