Andreuccio in Neapel.
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Vater in Palermo und Perugia lange Zeit gedient hat,und, hatte ich es nicht für ziemlicher gehalten, daß Duzu mir in mein eignes Haus kämest, als ich zu Dir inein fremdes, so wäre ich längst schon bei Dir gewesen."Nun sing sie an, ihn auf das genaueste nach allen seinenVerwandten namentlich zu befragen, worauf ihr Andreucciovollen Bescheid gab und um dessentwillen nur immer mehrglaubte, was ihm nicht zu glauben gesünder gewesen wäre.
Als diese Gespräche eine Weile gedauert hatten, unddie Hitze fortwährend groß war, ließ das Mädchen griechi-schen Wein und Gebackenes bringen und Andreuccio zutrinken geben. Dazwischen war die Essenszeit herange-kommen, und Andreuccio wollte nach Hause gehen; sieaber gab es durchaus nicht zu, stellte sich höchlichst ge-kränkt darüber, umarmte ihn und sagte: „Ja, nun seheich wohl, wie wenig Du Dir aus mir Aermsten machst;Du bist bei Deiner Schwester, die Du in Deinem Lebennoch nicht gesehen hast, und in ihrem eignen Hause, woDu gleich bei Deiner Ankunft hättest-absteigen sollen, undwillst sie wieder verlassen, um ins Wirthshaus zum Essenzu gehn. Wenn auch mein Mann nicht zu Hause ist,so leid wie mir's thut, so werde ich doch wol, nach denschwachen Kräften einer Frau, Dir einige Ehre zu erweisenwissen." Andreuccio wußte darauf weiter nichts zu er-widern und sagte: „Ich habe Euch so lieb, als man eineSchwester haben soll; wenn ich aber nicht nach Hausegehe, wird man mich den ganzen Abend zu Tische er-warten und mein Ausbleiben für eine Unhöflichkeit gelten."„Nun, Gottlob," erwiderte sie dagegen, „habe ich dennNiemand in meinem Hause, um sagen zu lassen, daßman auf Dich nicht warten soll? Höflicher aber wärees gegen mich, und im Grunde nur Deine Schuldigkeit,wenn Du Deinen Gefährten sagen ließest, sie sollten hier-her zum Abendessen kommen; dann könntet Ihr nachher,wenn Ihr anders wolltet, in Gesellschaft nach Hause gehn."Andreuccio erwiderte, die Gefährten möchte er für den
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