Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
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Alessandro und der Abt.

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sie sich und ergötzten sich während des übrigen Theils derNacht aneinander zu großer beiderseitiger Lust. Als derLag heranbrach, und nachdem sich Beide über ihr künfti-ges Betragen verabredet hatten, stand Alessandro auf undverließ die Stube, so wie er hereingekommen war, ohnedaß Jemand erfuhr, wo er die Nacht geschlafen hatte.Dann machte der Abt sich hochvergnügt mit seiner Gesell-schaft wieder auf den Weg, und nach einer Anzahl Tage-reisen kamen sie endlich in Rom an.

Kaum hatten sie sich hier einige Tage lang ausgeruht,so wartete der Abt mit den beiden Edelleuten und Alessan-dro dem Papste auf und sing nach der geziemenden Be-grüßung also zu reden an:Heiliger Vater, Euch mußes besser als irgend einem Andern bekannt sein, daß, werrechtlich und ehrbar leben will, so viel er kann, jeden An-laß meiden muß, der ihn anders zu handeln verleiten könnte.Da ich nun gesonnen bin, auf die angegebene Weise zuleben, bin ich, um jener Regel vollkommen zu genügenin der Tracht, in der Ihr mich seht, 'von dem Hofe mei-nes Vaters, des Königs von England, geflohen und habeeinen großen Theil seiner Schatze mit mir genommen.Dieser wollte mich nämlich, so jung als ich bin, an denKönig von Schottland, einen steinalten Herrn, verheira-then; ich aber habe mich hierher auf den Weg gemacht,damit Eure Heiligkeit mich vermählen möge. Auch hatmich nicht sowol das Alter des Königs von Schottlandzur Flucht bewogen, als die Furcht, ich könnte in Folgemeiner jugendlichen Schwäche, wenn ich an ihn verheira-thet wäre, mich wider die göttlichen Gesetze und wider dieEhre des königlichen Blutes meines Vaters versündigen.Während ich nun in solcher Absicht hierher reiste, hat mirGott, der allein vollkommen weiß, was einem JedenNoth thut, nach seiner Barmherzigkeit, wie ich glaube.Den vor die Augen geführt, der nach seinem Willen meinGemahl sein soll, und das ist dieser junge Mann," dabeizeigte sie auf Alessandro,den Ihr hier an meiner Seite