seht, und dessen edle Sitten und wackeres Benehmen jedernoch so großen Dame würdig sind, wenn auch vielleichtder Adel seines Blutes dem des königlichen nachstehenmuß. Ihn also habe ich mir auserlesen, ihn will ich zumGemahls und nie werde ich einen andern nehmen, wasauch mein Vater oder die Welt dazu sagen mögen. Da-durch ist in der That der Hauptgrund, um dessentwillenich mich auf den Weg gemacht, erledigt worden; dennochhabe ich meine Reise vollenden wollen, theils um die hei-ligen und ehrwürdigen Oerter zu besuchen, von denen dieseStadt so voll ist, und um Eure Heiligkeit selber zu sehn,theils aber auch, um die zwischen Alessandro und mir bis-her allein im Angesichte Gottes geschlossene Ehe Euch undin Folge dessen den übrigen Menschen zu offenbaren. Sobitte ich Euch denn flehentlich, was Gott und mir gefal-len hat, auch Euch genehm sein lassen zu wollen undEuren Segen uns zu ertheilen, auf daß wir mit ihm, alseinem sicheren Unterpfands der Billigung Desjenigen, dessenStatthalter Ihr seid, zu Gottes und zu Eurer Ehre lebenund endlich dereinst sterben können."
Alessandro erstaunte, als er vernahm, seine Gattinsei die Tochter des Königs von England, und innige aberversteckte Freude erfüllte ihn. Mehr aber noch erstauntendie beiden Edelleute, und sie wurden darüber so unwillig,daß sie, wäre es anderwärts, als dem Papste gegenübergewesen, sich gegen den jungen Mann und vielleicht auchgegen die Dame thätlich vergangen haben würden. Aufder anderen Seite erstaunte auch der Papst über die Trachtder Dame und über ihren Entschluß; da er jedoch einsah,daß das Geschehene nicht mehr rückgängig gemacht werdenkönne, beschloß er, ihrer Bitte zu willfahren. Von allenDingen beruhigte er die beiden Edelleute, deren Unwillener bemerkt hatte, und stellte ihr gutes Vernehmen mitder Dame und Alessandro wieder her, dann ordnete er an,was ferner geschehen solle. Als der von ihm festgesetzteTag nun herangekommen war, berief er, in Gegenwart