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1 (1843)
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Erster Tag. Siebente Geschichte.

Und was für eine Stelle war es denn, die solches Mit-leid mit uns in Dir erweckt hat?"Ach Herr," sagteJener,die Worte des Evangeliums waren es, worin esheißt: Ihr werdet es hundertfältig nehmen."So stehtallerdings geschrieben," erwiderte der Inquisitor;wasveranlaßt Dich aber, uns deshalb zu bedauern?"Daswill ich Euch sagen," antwortete der Büßende;seit ichhier ins Kloster gekommen bin, habe ich gesehen, daß alleTage einer Menge armer Leute, manchmal ein, manchmalzwei große Kessel Suppe, die Ihr Euch entzieht, weil Ihrsie nicht brauchen könnt, hinausgegeben werden. SolltIhr die nun alle dort jenseits hundertfältig wiederkriegen,so müßt Ihr ja nothwendig in all der Suppe ersaufen."Die ganze Tischgesellschaft des Inquisitors lachte laut auf;er aber fühlte wohl den beißenden Tadel der mönchischenSuppenheuchelei und wurde ganz betroffen. Hätte nicht schonder erste Proceß ihm Schande genug gebracht, so würdeer dem ehrlichen Manne gerne noch einen zweiten ange-hängt haben, daß er ihn und seine Gesellen in der Faul-heit so zum besten gehabt. Nun befahl er ihm im Aerger,er möge thun, was er wolle, und sich nicht mehr vorihm sehen lassen.

Siebente Geschichte.

Dergamino beschämt auf feine Weise Cangrande della Scala wegeneiner plötzlichen Anwandlung von Geiz, indem er ihm eine Ge-schichte von Primasseau und dem Abte von Cluany erzählt.

lDie Königin und alle Andern mußten über Emiliensspaßhafte Geschichte lachen und des Kreuzträgers komischenEinfall loben. Als aber die Gesellschaft ausgelacht und