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1 (1843)
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Erster Tag. Fünfte Geschichte.

Fünfte Geschichte.

Die Markgräfin von Monfcrrat weist Lurch eine aus Hühnern be-reitete Mahlzeit und durch ein paar feine Worte die thörichtcLiebe des Königs von Frankreich von sich ab.

§)ie Mädchen, die dem Dioneus zuhörten, schämten sichanfangs ein wenig ob seiner Erzählung, wie die sittsameRöche bekundete, die ihre Wangen überzog; allmalig in-des; blickten sie bei steigender Aufmerksamkeit einander mitheimlichem Lächeln verstohlen an und unterdrückten kaumein lautes Gelächter. Als die Geschichte zu Ende war,ließen sie ihn durch neckenden Tadel und Spott empfinden,daß solche Geschichten vor Damen zu erzählen ungeziemendsei; dann aber gebot die Königin, zuFiammetten gewandt,die neben Dioneus auf dem Grase saß, dieser, in derReihe fortzufahren. Fiammetta begann lächelnd und an-muthig:Nicht allein, weil die Geschichten mich ergötzen,welche, wie die oben erzählten, die Wirkung schneller undtreffender Antworten schildern, sondern auch in der Ueber-zeugung, daß es an Männern eben so zu loben ist,wenn sie nur Damen höheren Standes als der ihrigezu lieben bestrebt sind, wo Frauen verständig handeln,wenn sie die Liebe zu einem höherstehenden Manne vonihrem Herzen entfernt zu halten sich bemühn, kommt esmir in den Sinn, da mich die Reihe des Erzählens trifft,Euch, ihr schönen Mädchen, durch ein Beispiel zu zeigen,wie eine Edelfrau durch Wort und That sich vor solcherGefahr zu schützen und den Mann, der sie gefährdete,umzustimmen wußte.

Der Markgraf von Monferrat, ein kühner und ritter-