Der Mönch und der Abt.
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und kehrte zurück auf sein Zimmer. Nach einiger Zeithörte er den jungen Mönch, und in der Meinung, diesersei inzwischen aus dem Walde wiedergekommen, war erWillens, ihn auf das nachdrücklichste zur Rede zu stellenund ins Gefängniß zu sperren, um alsdann die gewonneneBeute allein zu besitzen. So ließ er ihn denn rufen,schalt ihn mit strengen Worten und erzürntem Gesichtund kündigte ihm seine Einkerkerung an. Der Mönchindeß antwortete ihm auf der Stelle: „HochwürdigerHerr, seit zu kurzer Zeit bin ich in den Orden des heil.Benedict getreten, um dessen Eigenthümlichkeiten schonalle zu kennen. In der That hattet Ihr mich darin, daßdie Mönche sich eben so, wie Fasten und Nachtwachen,auch die Weiber aufbürden müssen, noch nicht unterwie-sen. Da Ihr mir dies nun gewiesen habt, so versprecheich Euch, wenn Ihr diesmal mir vergebt, nie wieder zufehlen, sondern immer zu thun, wie ich Euch habe thunsehen." Der Abt, der ein verständiger Mann war, er-kannte schnell, daß jener sich besser, als er, auf die Sacheverstanden und Alles, was er gethan, beobachtet habe.Darum scheute er sich denn, im Bewußtsein des gleichenVergehens, dem Mönche Etwas anzuthun, das doch derEine gleich dem Andern verdient hatte. Er vergab ihmalso und befahl ihm Stillschweigen über Alles, was ergesehen; dann aber schafften sie die Dirne vorsichtig ausdem Kloster, in welches Beide sie vermuthlich noch oftzurückgeholt haben.
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