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1 (1843)
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Erster Tag. Erste Geschichte.

kaum glauben, daß Gott sie mir jemals vergeben sollte."Der Mönch antwortete ihm:Sage nur zuversichtlich undich verspreche Dir, daß ich für Dich zu Gott bitten will."Herr Chapelet weinte noch in einem fort und schwieg;der Mönch aber Ermunterte ihn ferner, zu reden. Alsnun Chapelet den Geistlichen eine lange Weile so mit Wei-nen hingehalten hatte, stieß er einen tiefen Seufzer ausund sprach:Ehrwürdiger Vater, weil Ihr mir denn ver-sprochen habt, Gott für mich zu bitten, so will ich's Euchsagen. Wißt denn, wie ich noch klein war, habe ich ein-mal meine Mutter geschimpft." Und kaum hatte er sogesprochen, so Hub er von neuem bitterlich zu weinen an.Mein Sohn," antwortete der Mönch,dünkt Dich denndas wirklich so eine schwere Sünde? Lästern die Leutenicht etwa täglich ihren Herrgott? Und doch vergibt ergerne einem Jeden, der Ihn gelästert zu haben bereut.Und Du verzweifelst für diesen Fehltritt Vergebung zu fin-den? Fasse Muth und weine nicht; denn gewißlich, wä-rest Du einer von Denen gewesen, die unfern Herrn andas Kreuz geschlagen haben, und wärest Du so zerknirscht,als ich sehe, daß Du bist, so würde Er Dir vergeben."Darauf sagte Chapelet:Um Himmels Willen, HerrPater, was sprecht Ihr da? Allzusehr habe ich mich ver-gangen, und allzugroße Sünde war es, daß ich meineHerzensmutter schimpfte, die mich neun Monate langTag und Nacht im Leibe trug und mehr wie hundertMal mich auf dem Arme gehabt hat; und wenn Ihr nichtfür mich betet, so wird mir's auch nicht verziehen wer-den."

Als der Mönch inne wurde, daß Chapelet weiternichts zu sagen habe, ertheilte er ihm die Absolution undgab ihm in der festen Ueberzeugung den Segen, Chapelet,dessen Reden er für die lautere Wahrheit gehalten, sei einfrommer, gottseliger Mensch. Und wer möchte wol zwei-feln, wenn er Jemand auf dem Todbette also reden hörte?Nach dem Allen sagte er:Herr Chapelet, Ihr werdet