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1 (1843)
Entstehung
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Erster Tag. Erste Geschichte.

ter;so sage mir denn, ob Du jemals gegen irgend wenfalsches Zeugniß abgelegt, ihm üble Nachrede gemacht, oder,wider Willen des Eigenthümers, Dich mit fremdem Gutebereichert hast?"Ach ja, Herr Pater," sagte Ehapelet,was die üble Nachrede betrifft, freilich ja. Denn einmal,da hatte ich einen Nachbar, der, ohne aus der Welt ir-gend einen Anlaß zu haben, seine Frau in Einem fortprügelte. Da hat mich denn das Mitleid mit dem armenWeibe, die er, so oft er sich besoffen hatte, so gottes-jämmerlich zurichtctc, einmal so gepackt, daß ich gegenihre Verwandten recht auf ihn gescholten habe."Wohldenn," antwortete der Mönch;nun sage mir aber, wieich höre, so bist Du ein Kaufmann gewesen; hast Duniemals Jemanden nach Art der Kaufleute betrogen?"Ja wahrhaftig, Herr Pater," sagte Herr Chapelet;wieer hieß, das weiß ich aber nicht. Es war Einer, der mirGeld brachte, was er mir für ein Stück Tuch, das ichihm verkauft hatte, schuldig war. Nun that ich das Geld,ohne es zu zahlen, in einen Kasten, und, reichlich einenMonat darauf, fand ich, daß es vier Heller mehr waren,als mir zukamen. Wol ein ganzes Jahr lang habe ichsie aufgehoben; weil ich aber Den, dem sie gehörten, inder ganzen Zeit nicht mehr wieder sah, habe ich sie amEnde als Almosen verschenkt."Das war eine Kleinig-keit," sagte der Mönch,und Du hast recht daran gethan,sie anzuwenden, wie Du thatest." Der fromme Mönchfragte ihn noch außerdem nach Mancherlei, worauf er im-mer in dieser Weise antwortete. So wollte denn Jenerschon zur Absolution schreiten, als Ehapelet sprach:HerrPater, noch eine Sünde habe ich auf dem Gewissen, dieich Euch nicht gebeichtet."Und die wäre?" sagte derMönch.Ich entsinne mich, antwortete Jener,daß icheines Sonntags gegen Abend von meinem Diener dasHaus kehren ließ und so für den Tag des Herrn dieschuldige Ehrfurcht außer Augen setzte."Mein Sohn,"erwiderte der Geistliche,das hat weiter nichts zu bedeu-