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Erster Lag.
stand und ftigte: „Hier gibt cs Gärten und frische Wiesen,hier sind der freundlichen Plätze die Menge. So mögedenn ein Jeder nach Gefallen lustwandeln gehn, sich aber,wenn die dritte Morgenstunde schlägt, hier wieder einsin-den, damit wir noch im Kühlen essen können."
So gingen denn die jungen Männer, wie die neueKönigin also die muntere Gesellschaft entlassen hatte, inergötzlichen Gesprächen mit den schönen Mädchen lang-samen Schrittes in dem Garten einher, wanden sich bunteKränze aus mancherlei Blumen und sangen Lieder derLiebe. Inzwischen war die Zeit, welche die Königin ihnengewährt hatte, verstrichen, und sie kehrten nach dem Hausezurück, wo sie fanden, wie rühmlich Parmenus sein Amtbereits angetreten hatte. In einem Saale des Erdgeschosseswaren die Tafftn mit schneeweißem Linnen gedeckt, Trink-gläser, die gleich Silber glänzten, standen umher und Alleswar mit Ginsierblumen zierlich aufgeputzt. Das Wasserzum Händewaschen ward aus Geheiß der Königin herum-gereicht, und dann setzten sich Alle in der von Parmenusbestimmten Ordnung. Leckere Speisen wurden aufgetragenund der Tisch mit köstlichen Weinen besetzt, worauf diedrei Diener, ohne viel Worte zu verlieren, den Tafeldienstverrichteten. Die gute Bereitung und Anordnung derMahlzeit erheiterte Alle, und gefällige Scherze und ge-meinsame Heiterkeit würzten die Gerichte.
Die Mädchen und nicht minder die jungen Männerverstanden sich sämmtlich auf den Ringeltanz. Einige unterihnen besaßen aber besondere Geschicklichkeit in Spiel undGesang. Darum ließ die Königin, als die Tische ab-geräumt waren, musikalische Instrumente herbeibringen,Dioneus nahm auf ihren Befehl die Laute, Fiammetta eineGeige, und sie singen anmuthig miteinander einen Tanzzu spielen an. Die Königin schickte die Diener zumEssen und tanzte dann mit den andern Damen und denzwei jungen Männern nach dieser Musik im langsamenZeitmaße einen Ringeltanz. Dem Tanze folgten niedliche