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1 (1843)
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Erster Lag.

mich dünkt, Niemanden; vielmehr können wir umgekehrtuns verlassen nennen, da die Unsrigen entweder sterbend,oder dem Tode entfliehend, uns, als ob wir ihnen nichtzugehörten, in so großem Elend allein gelassen. KeinTadel also kann aus uns fallen, wenn wir diesen Vor-schlag annehmen; wol aber können uns Schmerz, Leiden,und vielleicht der Tod betreffen, wenn wir ihn nicht be-folgen. Beliebt es Euch nun, so denke ich, es sei wohlgethan, wenn wir unsere Dienerinnen abrufen und unsdie nöthigen Sachen nachbringen lassen; dann aber, heutehier und morgen dort, unter den Ergötzungen und Lust-barkeiten, welche die gegenwärtige Zeit uns bieten kann,verweilen, und in diesem Leben so lange fortfahren, biswir, wenn der Tod uns nicht zuvor erreicht, gewahrwerden, daß der Himmel diese Leiden zu enden beschließe.Dabei will ich Euch noch daran erinnern, daß ein ehrbaresEntfernen uns nicht minder anstehen kann, als vielen derAnderen ein ehrloses Verweilen."

Die übrigen Damen lobten nicht allein, als sie Pam-pineen gehört, ihren Vorschlag, sondern hatten, vollerVerlangen, ihn zu befolgen, schon mehrfach einzeln untersich über die Art der Ausführung sich zu besprechen an-gefangen, als sollten sie, sobald sie von dort sich erhö-ben, auf der Stelle den Weg antreten. Philomela indeß,die sehr verständig war, sagte:Mädchen, obgleich, wasPampinea sagt, sehr wohlgesprochen ist, so müssen wirdoch die Sache nicht so übereilen, als Ihr es zu thunWillens scheint. Bedenket, daß wir alle Weiber sind,und Keine unter uns ist noch so kindisch, daß sie nichtwüßte, wie übel Frauen allein berathen sind, und wieschlecht wir uns ohne die Fürsorge eines Mannes anzu-stellen wissen. Wir sind veränderlich, eigensinnig, vollerVerdacht, kleinmüthig und furchtsam, und aus allen diesenGründen fürchte ich gar sehr, wenn wir Niemand andersals uns selbst zum Führer nehmen, wird diese Gesellschaftsich früher und zu größerer Unehre für uns auflosen, als