Einleitung.
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die Anderen, oder denken wir, unsere Seele sei mit stär-keren Banden an den Körper geknüpft, als die der Übri-gen es ist, und wir haben deshalb um Nichts uns zu be-kümmern, das unsere Gesundheit zu erschüttern vermöchte?Wir irren, wir betrügen uns; wie thöricht sind wir, wennwir also wahnen! So oft wir uns daran erinnern, wieviele und wie kräftige Jünglinge und Mädchen von diesergrausamen Seuche hingerafft sind, erkennen wir den offen-barsten Beweis davon.
Um also nicht aus Trägheit oder Sorglosigkeit demUnglück zu erliegen, dem wir, wenn wir wollten, vielleichtauf irgend eine Weise entgehen könnten, dächte ich, ob-gleich ich nicht weiß, ob Ihr dieselbe Meinung habt alsich, es wäre am besten, wenn wir, so wie wir sind, wieso Viele vor uns cs gethan haben und noch thun, dieserStadt entflöhen und, die bösen Beispiele Anderer wie denTod verabscheuend, mit Anstand in unseren Besitzungenauf dem Lande, deren eine Jede von uns in Menge hat,verweilten und dort Freude, Lust und Vergnügen, so vielwir könnten, uns zu verschaffen suchten, ohne die Grenzender Vernunft irgend zu überschreiten. Dort hört man dieVollem singen, dort sieht man Hügel und Ebenen grünen,dort die Felder voller Getreide Wellen wie das Meerschlagen, dort erblickt man wol tausenderlei Bäume, undder Himmel selbst zeigt sich dort offenbarer, der, wie er-zürnt er auch gegen uns ist, doch den Anblick seinerewigen Schönheiten, welcher um Vieles erfreulicher ist, alsder der Mauern dieser Stadt, uns nicht entzieht. Außer-dem ist die Luft dort frischer, und der Vorrath an denDingen, die man zum Lebensunterhalt bedarf, in jetzigerZeit .dort größer, und geringer die Zahl der Unannehm-lichkeiten. Denn obgleich die Landleute dort sterben, wiehier die Städter, so ist doch der üble Eindruck, der da-durch gemacht wird, um so geringer, als dort die Häuserund die Bewohner sparsamer verstreut sind, wie in derStadt. Hier verlassen wir auf der anderen Seite, wie