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1 (1843)
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Pest in Florenz.

so groß war, daß man mit Gewißheit glaubt, vom Marzbis zum nächsten Julius seien, theils von der Gewaltdieser bösartigen Krankheit, und theils wegen des Mangelsan Hülfe, den Manche der Kranken leiden mußten, weildie Gesunden aus Furcht vor Ansteckung sie in ihrer Nochverließen, über hunderttausend Menschen innerhalb derMauern von Florenz dem Leben entrissen; wahrend man.vor diesem verheerenden Ereigniß der Stadt vielleicht kaumso viel Einwohner zugeschrieben haben würde! Ach, wieviele große Paläste, wie viel schöne Hauser und vornehmeWohnungen, die einst voll glanzender Dienerschaft, volledler Herren und Damen gewesen waren, standen jetzt bisauf den geringsten Stallknecht leer! Wie viel denkwürdigeGeschlechterblieben ohne Stammhalter, wieviele umfassendeVerlassenschasten und berühmte Reichlhümer ohne Erben!Wie viel rüstige Männer, schöne Frauen und blühendeJünglinge, die, Anderer zu geschweigen, selbst Galen, Hip-pokrates und Aeskulap für durchaus gesund gehalten habenwürden, aßen noch am Morgen mit ihren Verwandten,Gespielen und Freunden, um dann den nächsten Abendin jener Welt mit ihren Vorfahren zu essen!

Es schmerzt mich selbst, so lange bei so großem Elendzu verweilen. Deshalb will ich nun die Erzählung allerder Ereignisse auslassen, die ich schicklich übergehen zukönnen glaube, und sage statt dessen, daß, wahrend unterdiesen Umständen unsere Stadt von Bewohnern fast ver-lassen stand, es, wie ich spater von einer glaubwürdigenPerson gehört habe, sich zutrug, daß sieben junge Damen,die einander sämmtlich als Freundinnen, Verwandte oderNachbarinnen verbunden waren, sich eines Dienstags Mor-gens in der ehrwürdigen Kirche Santa Naria novells, dieeben beinahe von Niemandem besucht war, trafen, nach-dem sie in Trauerkleidern, wie sie für eine solche Zeit sichgehörten, dem GottesdiSnste beigewohnt hatten. Keine vonihnen hatte das acht und zwanzigste Jahr überschritten,Keine zahlte deren weniger, als achtzehn; eine Jede war