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Erster Lag.
Haspel, hundert Geschichten, Fabeln, Parabeln oder wirk-liche Begebenheiten, wie wir sic nennen wollen, mitzuthei-len, die zur verderblichen Zeit der letzten Pest von siebenDamen und drei jungen Männern erzählt wurden, undnoch einige Liedlcin beizufügen, die eben jene Damen zuihrer Lust gesungen haben. Zn diesen Geschichten wirdman lustige und betrübte Liebesereignisse und andere aben-teuerliche Begebenheiten kennen lernen, die sowol in neuenals alten Zeiten sich zugetragen haben und den schon er-wähnten Frauen, welche diese Geschichten lesen, mit denspaßhaften Dingen, die darin Vorkommen, gleich viel Ver-gnügen, als guten Rath gewähren und sie unterrichtenwerden, was sie fliehen und was wieder erstreben sollen.Mich dünkt, dies Alles könne nicht geschehen, ohne daßdie üble Laune zum Weichen gebracht würde. Geschiehtaber das, und Gott gebe, daß es geschehe, so mögen dieLeser Amor ihren Dank sagen, der mich von seinen Fesselnbefreit und mir .erlaubt hat, auf ihr Vergnügen bedachtzu sein.
Es beginnt:
Oer erste Tag des Oestcnneron,
an dem nach der Auseinandersetzung des Autors, aus welchemGrunde es geschah, daß die hernachbezeichneten Personen zusam-men kamen, um sich einander zu erzählen, unter Pampinea'sRegiment von Dem gesprochen wird, was ein Jeder am lieb-sten hat.
(§o oft ich, o holde Damen, in meinen Gedanken be-trachte, wie ihr von Natur so mitleidig seid, erkenne ichauch, daß in eurer Meinung gegenwärtiges Werk einenbetrübten und bitteren Anfang haben wird, da es dieschmerzliche Erwähnung jener verderblichen Pestseuche, die