Giovanni Boccaccio.
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die in überraschendem Maße beweisen, wie sehr es ihman dem richtigen Tacke für Oekonomie und Ton einersolchen Erzählung fehlte.
Unter den französischen Uebersetzungen ist die ver-breitetste die des königlichen Rathes und KriegsschahmeistersAntoine Mason'), die durch ihre große Genauigkeitmir auch bei meiner Arbeit nicht selten von Nutzen gewe-sen ist. Mason wurde getadelt, daß er die Nacktheiten desBoccaccio unverschleiert wiedergegeben ^). Dennoch durfteer es wagen, das Buch der Schwester Franz I., der Kö-nigin Margaretha von Navarra, in deren Aufträge er dieUebersetzung unternommen, zuzueignen. Freilich enthaltendie berühmten eigenen Lonteo c-t nouvelios dieser FürstinGeschichten, die den stärksten des Boccaccio wenig nach-geben.
Ohne bei den Uebersetzungen in andere Sprachen zuverweilen, möge erwähnt werden, daß das Dekameronschon frühe mehrfach in's Deutsche übertragen ward.Eine Uebersetzung erschien Lucern 1470, eine zweite Augs-burg 1490 (später Straßburg 1547, und Augsburg sMes-serschmidt^ 1501). Als verschieden von ihnen bezeichnetBal. Schmidt^) sowol die Straßburg 1561, als die Frank-furt (Feierabend) 1583 gedruckte. Eine fünfte wäre nachMazzuchelli (p. 1354) Frankfurt (bei Egenolf Emmele)1625 und (bei Schönwetter) 1646 herausgekommen.Alle diese Arbeiten kenne ich indeß nicht aus eigener An-schauung. Unter den neueren ist die von Solkau gewißmit dem meisten Fleiß und mit der größten Sprachkennt-
1) tUarruc/lcM p. 1353 zählt von 1543—1694 achtzehn Aus-gaben auf.
2) Die Bemerkung Mazzuchelli'S, daß in den Ausgaben von1552 an die verfänglichen Stellen gemildert seien, finde ich an dervon 1558, die ich besitze, nicht bestätigt.
D Beiträge S. XIII. u. 115.