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Giovanni Boccaccio.
Die nächsten, für das Dekameron sehr unfruchtbaren180 Jahre ließen diese Arbeiten der gelehrten Florentinerunberücksichtigt und strebten nur nach Herstellung einesunverstümmelten Textes, den man aus der Veutisettanuzu entlehnen pflegte. Den Anfang machte die zierlicheElzevir'sche Ausgabe von 1665, die mehrmals nach-gemacht wurde. Es folgten der Rolli'fche Abdruck derGiuntiner Ausgabe (London, Edlin 1725) und die Vene-zianer Contrefa^on') derselben (1720 gedruckt von Pasinello).Die schlechte Ausgabe von Ciccarelli (Neapel, angeblichAmsterdam 1718) verdient aus keinem anderen GrundeErwähnung, als weil die Erusca in der vierten Ausgabedes Vocubolari» sich ihrer bedient hat.
Später wandte sich die Aufmerksamkeit aufs Neue derMannelli'schen Handschrift zu. Der Marchese Pier Ant.Guadagni ließ, besonders mit Bandini's Hülfe, zu Lucca1761 einen buchstäblichen Abdruck dieses Manuskriptes ^)veranstalten, dem er eine höchst gewissenhafte Vergleichungder VeiitisottAlia beifügte. Seit dieser Zeit sind alleneanenswertheu Ausgaben auf Guadagni's Arbeit un-mittelbar oder zur zweiten Hand gebauet, und es iststets als das größte Verdienst betrachtet worden, sich sonahe als möglich an den Mannelli'schen Text anzuschlie-
1) Die Kennzeichen zu wissen, an denen man Original undNachahmung unterscheiden kann, gehört zu dem ABE der Biblio-manen. Gleich am Anfänge des Registers hat das. Original Oentonovella, die Contrefa^on aber novkllk u. s. w.
2) Daß die Treue dieses Abdruckes weiterer Prüfung unter-worfen wäre, ist mir allerdings nicht bekannt. Eine.Ungenauig-keit läßt sich erkennen, auch ohne die Handschrift selbst zu ver-gleichen. Nach S. 373 hieße es in der Schlußschrift: all Iiono-rem egrexi simncu spinss, was völlig sinnlos ist. Vergleicht manindeß das im Kupferstich beigefügte Facsimile, so scheint egrvxineet immneulfatne) Vtiesgini» gelesen werden zu müssen.
») Nur wegen der Anmerkungen, nicht in Ansehung des Tex-tes haben die beiden Ausgaben von Martinelli (London 1759und 1762) einiges Interesse.