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1 (1843)
Entstehung
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Giovanni Boccaccio.

welche darin handelten. So entstand die Ausgabe der/)e/intatr (Florenz, Giunti, 1573). Weder dem einen,noch dem andern Thsile genügte indeß diese Säuberung.

Die Sprachfreunde und Diejenigen, welche das Dekameron jzu ihrem Ergötzen lasen, vermißten viele der schönstenStellen; die römischen Rigoristen dagegen fanden, daß im-mer noch viel zu viel mit durchgeschlüpft sei. Diesen letz-teren Antrieben gehorsam, unternahm der berüchtigte Wider-sacher Tafso's, Cavalier Salviati, eine neue, noch vielwillkürlichere Umarbeitung, die mit dem vollen Beifalle !Roms 1582 in zwei Auflagen erschien, aber allgemein als !unberufene Verunstaltung des Dekameron verworfen ward. IOhngefahr in dem gleichen Sinne und mit noch minde-rem Beifall verfuhr Luigi Grotto, der sogenannte CiscodÄdria (Vensrio Xoppini e k'ari'i, 1588). Fast einJahrhundert lang erschien keine unverstümmelte Ausgabedes Dekameron; dann wagte man sich, zuerst in Hollandund England, mit einzelnen Abdrücken hervor; noch spätersetzte man in Italien selbst sich über das Verbot hinweg,und gegenwärtig liefert jedes Jahr ein ganzes oder halbesDutzend Ausgaben unter den Augen der Kirche, welche zudem Misbrauche, den sie nicht mehr zu hindern vermag,ein Auge zudrückt.

Die schlüpfrigen Erzählungen, deren das Dekameronleider eine nicht geringe Anzahl enthält, haben dem Buchevon jeher viele Leser zugeführt. Wie hart schon PietroPetroni den Verfasser darüber durch Ciani tadelte, undwelche Vorwürfe Boccaccio sich in späten Jahren selbstüber den lüsternen Inhalt dieser Arbeit machte'), ist be-

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