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Giovanni Boccaccio.
Schluß der letzten Geschichte jenes Büchleins steht der zwei-ten Geschichte des dritten Tages Verwandtes.
Den'französischen Quellen haben französische Schrift-steller, wie Ginguene') mit ehrenwerther Aufrichtigkeitanerkennt, viel zu großes Gewicht beigelegt. Außer IV. l),welcher Novelle die proven^alische Biographie des Guillemvon Cabestaing, die auch in Lais bearbeitet wurde, zumGrunde liegt ^), und außer V. -1, die aus »larie cle Trancestammt, lassen sich nach Du Me'ril nur Ul. 8, VII. 7,VIII. I, VIII. 4, IX. 6 und IX. 10 (einigermaßen auchIV. 3) auf Fabliaux zurückführen. In welcher Gestaltdagegen die Geschichte der Griseldis (X. 10) in Frankreichverbreitet gewesen, bleibt auch nach den Mittheilungen vonDu Me'ril noch zweifelhaft. — Bretonischen Ursprungswäre nach V. Schmidt ''l die fünfte Geschichte des zehntenTages.
Gewiß die Mehrzahl von Boccaccio's Novellen grün-det sich, wie großentheils schon die locale Färbung anzeigt,auf unmittelbare Ueberlieferungen, und wenigstens vonIV. 6 ist die geschichtliche Wahrheit durch Manni^) nach-gewiesen.
Die Forschungen über die Quellen des Dekameronsind von Manni, Lami, Valentin Schmidt undEde'lestand du Me'ril in den mehrfach erwähnten Schrif-ten mit vielem Fleiße angestellt, doch sind die Materialienohne Zweifel noch lange nicht in gehörigem Umfange zu-gänglich und durchforscht, um die Untersuchung für beendigthalten zu können. Alle diese Schriftsteller haben zwei an-dere Aufgaben mit der von uns ausschließlich berücksichtig-ten verbunden: nämlich die Erläuterung der im Dekame-
1) 8toria lleiin lett itai. III. 214—18.
2 ) Diez, Leben und Werke der Troubadours, S. 11—90.S) Oeuvres I. 314
4) Beiträge, S. 100. 101.
5) Istoria p. 293.