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1 (1843)
Entstehung
Seite
LXVIII
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LXVltl

Giovanni Boccaccio.

den König Hugo von Cypern gesprochen hat, sagt: „8tan1et slia opuscnls, ex rjiiibus nullnin est nllo ünjusmodltitnlo insiAnituin, praeter bucolicmn carmen, c^nod ntsibi intitnlarein pstiit Donatus X^snninigena" so hatSalviati') nebst Anderen daraus geschlossen: sei^s.litolo solle nur soviel heißen, als Niemandem dedicirt.Zur Unterstützung dieser Ansicht ist noch zu erwähnen, daßauch in der vita di Dante Boccaccio intitolare für dedi-ciren gebraucht. — In dem Commentar zur göttlichenKomödie (Inf. IV. Iw) sagt Boccaccio, eine Schrift desOvid werde von Einigen über Vinornin und von Andern8ins titnlo genannt (wie denn in der That alte Ausgabender Vmores, z. B. Rom 1471, De sine titnlo überschrie-ben sind), auch ließen beide Namen sich rechtfertigen:n'-re tr't^o, percioeeüe cl'alcnna insteria continnats, clallac^nals si possa intitolare, non lavella; ma alc^nanti versiU'nna, ecl algnanti ll'un' altra, e eosr possiain dir diper^i, dicendo ^rocede. Aus dieser Stelle hat Dio-nisi°) geschlossen, sen?a titnlo solle soviel heißen, alsmannigfaltigen Inhaltes. — In dem früher (p. XlX)erwähnten Briefe an einen Mies lVIavortis sagt Boccaccio(wenn jener Brief anders ächt ist), er sei von Unwissen-heit umnachtet, roh, träge und ungestaltet sine titnlo vl-vens; was kaum anders verstanden werden kann, als, ohneeinen bestimmten höheren Zweck zu verfolgen. Hierdurchscheint Dionisi's Ansicht, der auch Colombo beigetreten ist,bestätigt zu werden, daß der Verfasser mit jener Bezeich-nung nur habe sagen wollen, die hundert Geschichten desDekameron seien, wie zufällig, ohne eine gemeinsame Auf-gabe zu verfolgen, aneinandergereiht. — Verschweigen willich indeß nicht, daß ich, besonders auf Anlaß einer zweitenStelle des Dante-Commentar's (Inf. IV. in f. p. 25I>) der

1) ^vvertimenti I. 13.

2) ölandimenti kuilodi'i p. 99. 100.