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1 (1843)
Entstehung
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LXIV
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LXIV

Gbovanni Boccaccio.

Frauen, und macht es sich zum Geschäft, die üblen Lehren,welche Boccaccio in seinen früheren Werken den Frauenertheilt hatte, durch bessere zu ersetzen.

Verwandt damit ist das Buch „Vs casilms virorum etj'oemiiulriii» illustrinm"welches von den Unglücksfallenhandelt, welche berühmte Personen erlitten, und dadurchPetrarca's bekannte Schrift Vs viris illnstrilnis gewisser-maßen ergänzt. Beide Schriften sandte er im Jahre 1374an Mainardo Cavalcanti; in beiden kommt die Geschichteder Päpstine Johanna vor, und gewiß mit Unrecht ist sieneuerdings für ein späteres Einschiebsel gehalten')-.

Der Werth der sechszehn Erlogen^) Boccaccio's,über deren Inhalt größtenteils schon oben berichtet ward,ist seltsam überschätzt worden. Wir würden wenig vonihnen verstehen können, hätte der Dichter sie nicht in demBriefe an Martine da Signa selbst erläutert.

Das „Lompsncliam rnmgiise Iiistorias", das Boccac-cio beigelegt ist, könnte leicht der von Ciampi aufgefun-dene Auszug aus der Geschichte des vunlmus Vsnetus sein^).

Von dem Dekameron, als dem Hauptgegenstandeunserer Aufgabe, zu handeln, haben wir, mit Beiseitesetzungder historischen Reihenfolge, bis zum Schlüsse dieser Unter-suchungen verspart.

Unsicher ist zunächst die Zeit der Entstehung. DasWerk beginnt mit der beredten und schwerlich je zu vielgepriesenen Schilderung der Pest, die nach Matteo Vil-lani") vom März bis zum September 1348 ohngefahrdrei Fünftheile der Bevölkerung von Florenz hinwegraffte.Jedenfalls also muß es später geschrieben sein. Fernerrhellt aus der Einleitung des vierten Tages, daß die drei

I) FatcteL!, p- 182—84.

L) Äonum., i>. 529.

3) p. 184. 85.

4) tAainpi, I. o. i>. 4

5) Ironien I. 2.