Giovanni Boccaccio.
I.XIII
welche er für den Titularkönig Hugo von Eypern undJerusalem, der um jene Zeir Denator und Capitano vonRom war, auf Bitten des Donninus von Parma, der indessen Diensten stand, und als Boccaccio spater in Ra-venna weilte, auf fernere Mahnung des Becchino Bellin-cioni, verfaßte. Der Reichthum an Kenntnissen, den derVerfasser in diesem umfangreichen Werke niedergelegt hat,ist für jene Zeit und bei der geringen Bekanntschaft mitgriechischer Literatur wahrhaft erstaunenswerth, und bleibtes nicht minder, wenn man sich auch daran erinnert, daßdie schon von Paolo da Perugia (der auch den oft an-geführten Pseudo-Theodontius zu verantworten hat) ge-sammelten Materialien benutzt werden konnten. Geschrie-ben scheint das Buch zu Anfang des siebenten Jahrzehendsin jenem Jahrhundert, da in der Schlußfchrift Bellincioni,von dem nach Manni') bis in jenes Decennium Nach-richten vorhanden sind, als lebend genannt wird. Jndeßhielt der Verfasser Jahre lang mit seiner Arbeit an sich,und nach einem ungedruckten Briefe, von dem Baldelli^)berichtet, wurde sie erst im Winter 1372 auf 73 bekannt.Das Buch hat eine außerordentliche Verbreitung genossenund wurde noch im 16. und 17. Jahrhundert sowvl imOriginal als in Betufsi's italienischer Uebersetzung häufiggedruckt. ,
Eine Art'Anhang zu der Genealogie der Götter bildetdas Büchlein „Os montihiis, s^Iviü, ioiitihus, tluniiniiriis,stagnis, ssu ^aliii1idii8 st <Is cliversis iiommikus moiis,"in dem nach alphabetischer Ordnung über die in dem grö-ßeren Werke vorkommenden geographischen BezeichnungenAuskunft ertheilt wird.
Die Schrift „Os clsris miilisrikus " handelt nichtnur von den berühmten, sondern auch von den berüchtigten
1) ,>. 69.
2) p. 285. 80.
3) p. 1.79—82.