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I.XII
Giovanni Boccaccio.
dicht in achtzeiligen Stanzen („I^a Rnsünnelia") wegenseines unsittlichen Inhaltes ausgeschieden. Die große Mehr-zahl dieser Gedichte empfiehlt sich durch ausgezeichneteLeichtigkeit, manche enthalten frische, anmuthige Schil-derungen von Naturscenen oder Lebensereignissen; fernerhaben sie das negative Verdienst, frei zu sein von den ge-suchten Antithesen und epigrammatischen Spitzen des Pe-trarca und seiner Nachahmer. Dagegen ist die Sprachenicht selten vernachlässigt und oft ermangelt auch der Ge-danke gehöriger Abrundung.
Der neueste Herausgeber aller italienischen Werke Boc-caccio's, der verdienstliche Jgnazio Moutier'), hat im 14.Bande ein bisher ungedrucktes Gedicht: „Ha caccia >1!Diana" bekannt gemacht, welches auch schon von AndernBoccaccio beigelegt war ^).
Noch ist ein kleines Büchlein, „IN>>an<>" zu erwäh-nen, das die Abenteuer eines natürlichen Sohnes des Kai-sers Friedrich Barbarossa erzählt und häufig unter Boc-caccio's Namen gedruckt ist. Schon die Urheber des v!--üonsrio ilella Ousca zweifelten indeß an der Aechtheit,und obwol Ginguene'*) noch in neueren Zeiten sie ver-fochten hat, kann cs jetzt für ausgemacht gelten, daß Gio-vanni Buonsi'gnori di Cittä di Castello der wahre Ver-fasser ist°).
Unter Boccaccio's lateinischen Schriften ist beiweitem die bedeutendste die „(UlenealoFia I)eor»m"b),
1) Florenz Illag/lerr 1827—34. 17 Bde. 8.
2) p. 1367 «rv. XXXIV.
3) IVro. 1053.
4) Storia >Ie»a letterat. ital. Neberseh. von IVrotti III. 264.6) lieber <7eta e Lrrrra vergl. DatäeM, llime I> 171—75.K) Marrncilettr, p. 1336—38. Illanni, 68—70. Lat-
ktetti, p. 176—79.