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1 (1843)
Entstehung
Seite
LXI
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Giovanni Boccaccio.

l,XI

den poetischen Effect zuträglich findet'). Edel gehaltenund von glühendem Eifer ist dagegen die Apostrophe andie Florentiner, daß sie Dante im Exil sterben ließen.

Der Commentar ist ein Werk mühsamen Fleißes, beidem auch die alteren Erklärer- zugezogen sind. Die sprach-lichen Bemerkungen sind immer, die geschichtlichen häufiggut; außerdem wird von den Allegorien, am Ende einesjeden Gesanges, sehr ausführlich, aber oft mit gar will-kürlichen Deutungen gehandelt, obwol Boccaccio sich gele-gentlich gegen ein zu weit getriebenes Allegorisiren erklärthatte. Die Sprache nimmt nur an einzelnen Stellen denSchwung früherer Zeiten wieder an; doch streift der Eifereinzelner Jnvectiven, z. B. über die Florentinische Man-nertracht, nahe ans Lächerliche.

Unter dem Namen „Uostiils" ist ein die ganze gött-liche Komödie umfassender kurzer ungedruckter Commentar bisauf die neueste Zeit vielfach dem Boccaccio zugeschrieben').Daß diese Angabe falsch sei, mußte jedem Kundigen längsteinleuchten; Rigolt hat aber zum. Ueberfluß neuerlichnachgewiesen, daß dieser Postillator theils in Boccaccio'sTodesjahr, theils noch nach demselben geschrieben hat.

Einen abgeschlossenen Canzoniere, wie der des Pe-trarca ist, besitzen wir von Boccaccio nicht; doch findensich einzelne Gedichte von ihm zahlreich in Handschriften.Baldelli hat daraus seine Sammlung der Lime H zu-sammengestellt; außer einem Sonette jedoch noch ein Ge-

ls Aus solchen Gründen wird er zu Zeiten sogar gegen seineneigenen Heroen ungerecht, z. B. wenn er S. 81 sagt: 1>n co-

tnntn virtn.teovü ninstissiino Inog« in lnssuiin. — Man steht,

der Eertaldcse wünschte seine eigene Leichtfertigkeit durch Las Bei-spiel des göttlichen Dichters zu entschuldigen.

2 ) Bergl. Laieietti, a. a. O. st. MO—8. teeo. 1.

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— Wergl. Florentiner Vntoiogin 1829. Val. XXXV st. 85—44.

4) lüvorno 1802.