Giovanni Boccaccio.
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Reichthums, des Glückes und endlich der Liebe sieht, wasihm zu einer Schilderung der schönsten Florentinerinnenund Neapolitanerinnen seiner Zeit Gelegenheit gibt. Be-merkenswerth ist in diesem Gedichte das mit den Farbenglühender Begeisterung geschilderte Zusammentreffen mitDante').
Die „ilHmmettn"') schildert in tönender, zuweilengekünstelter und überladener Prosa' das Verlangen und denSchmerz des liebenden Weibes über die Trennung vondem Geliebten. Schlegel bezeichnet diese kleine Schriftals das bedeutendste unter Boccaccio's Werken, dem gegen-über alle anderen nur für Annäherungen und Vorbereitun-gen gelten könnten (S. 32). Ohne indeß den kunstreichenBau dieser wohllautenden Rede zu verkennen, kann ichnicht umhin, zugleich in ihr eine, an das Zeitalter der An-tonine erinnernde, oft preciöse Rethorik zu finden.
Ein zweites Gedicht in achtzeiligen Stanzen, „ifiiio-strato"^), ist bestimmt, an dem Exempel der unbestän-digen Ehryseis (kriseicls, daraus bei Shakespeare Oessi(la)und der Verzweiflung des Troilus Fiammetten die un-heilvollen Wirkungen der Treulosigkeit zu zeigen. DisOctaven sind leicht und gefällig, nicht ohne Anflug Ario-stischen Scherzes; die Erzählung ist behaglich und breit,mitunter in. einem Tone, der den Glauben an absichtlicheIronie fast gewaltfam ausdrangt. Der Name Philostra-tus soll nach der Widmung an Fiammetten, wunderlichgenug, einen Mann bedeuten, der von der Liebe bis zuvölliger Machtlosigkeit überwunden ist.
In gleichem Versmaas, aber in vielleicht noch elegan-
1) Auch hier findet Rossetti i>. 205 — 7 Anspielungen aufdie Geheimbündc.
2 ) p. 35—38. Schlegel, S. 25—27. dauiba,Nro. 195 — 97.
3) LaickeW, 58—61. Schlegel, S. 8—11. Graesse,
S. 130. Nro. 221—23.