INV Giovanni Boccaccio.
stehen werde. Erwähnen will ich nur, daß Rossetti nochaußer der Schlußrede (in welcher Boccaccio die großenSchriftsteller, mit denen er'sich nicht zu messen wagt, auf-zahlt, und unter ihnen Dante, dem sein Buch coms pjo-eiolo servitors molto lies reversuts seguirs) in demFilocopo die wunderbarsten Anspielungen auf Dante, alsauf das Haupt jener Secte, entdeckt haben will. Zu-nächst ist ihm, wenn (l- 13.) Quintus Laelius Africa-nus, um seine Ehe mit Julia Topazia mit Kinderngesegnet zu sehen eine Pilgerfahrt zu dem Heiligen unter-nimmt, um dessenwillen Gallizien besucht wird (Jacob vonCompostella), dieser Heilige kein Anderer, als Dante.Wenn ferner Philenus, der später über seine Liebe zu Blank-stes zu Grunde geht, aus Marmorina fliehend, durch Ra-venna kommt'), so geschieht dies wieder einzig, weil Dantedort begraben liegt. Wenn endlich Blankstes (die, beiläufiggesagt, nach Rossetti die weiße Partei von Florenz — 6ianc>-üors-nra — ist) an einen Admiral von Alexandrien verkauftwird, und dieser sie in einen Thurm von hundert Kam-mern (ll. 109) sperrt, so ist der Admiral abermals Danteund die hundert Kammern sind die hundert Gesänge dergöttlichen Komödie.
Ohngefähr gleichzeitig mit dem Filocopo scheint dieThe sei de ^ entstanden zu sein. Die seltsam componirteFabel ist im Wesentlichen folgende: Theseus besiegt dieAmazonen und heirathet ihre Königin Hippolyte. Bei sei-ner Heimkehr vernimmt er die Niederlage, welche die Athe-nienser vor Theben erlitten. Er eilt, sie zu rächen, undnimmt Palämon und Archytas gefangen, welche vonihrem Kerker aus sich in Emilie, die Schwester der Hip-polyte (nicht des Theseus, wie Schlegel sagt) verlieben.Auf Pirithous' Fürwort befreit Theseus den Archytas, doch
I) I. 237.
L) p. 30—35. Schlegel, a. a. O. S. II—13.
Grässe, a. a. D. S. 433. M'a. 216—20.