Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
LIII
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Giovanni Boccaccio.

1.111

nachdem seine Mutter dem von der Universität (S. 74)Zurückgekehrten verrathen hat, Blankstes sei nicht, wieman ihn glauben machen wollte, gestorben, auszieht, siezu suchen, und zu dem Ende sich jenen Namen, als Be-zeichnung aller der Mühen, die er willig auf sich nehmenwill '), beilegt. in greco laut» in nostra linFinllesnitn, cjiinntn /«trau" (l. 290); offenbar muß es 20710 ?heißen, doch findet man im fünften und sechsten Bucheüberall Filocolo ^). Eine alte Ueberlieferung behaup-tet, Boccaccio habe diese seine Arbeit über alle spateren ge-stellt'); wäre sie begründet, so gäbe sie einen neuen Be-weis für die oft gemachte Bemerkung, wie unsicher dasUrtheil des Vaters über seine eigenen Kinder ist. Ga-briel Rosselti, ein Schriftsteller, der in bändereichenWerken mit vieler Belesenheit und großem Scharfsinn fastder gesammten Literatur des romanischen Mittelalters denSinn von Geheimschriften gegenpäpstlicher religiöser undpolitischer Secten untergelegt hat, findet auch im Filocoponichts als eine Schilderung der Initiationen in die siebenGrade einer den Tempelherren verwandten ghibellinisch -paterinischen Verbindung''). Seine Deutungen sind umso weniger zu widerlegen, als er in einer oft bei ihm wie-derkehrenden Weise, statt sie im Einzelnen aufzustellen undzu begründen, sich daraus beschränkt, in den langen Aus-zügen, die er aus den fraglichen Schriften macht, die Worte,die nach seiner Ansicht den Schlüssel des Räthsels enthal-ten, mit ausgezeichneter Schrift drucken zu lassen und dannvoraussetzt, daß jeder Leser sie in eben jenem Sinne ver-

1) In der altfranzöstschcn Romanze aus dem 12. Jahrhundertbei Wolf a. a. O, S. 11 nennt er sich: eliante - pleure.

2) Wie Schlegel (den Rosenkranz, Handbuch d. allg.Geschichte der Poesie II. 295, abschrcibt) auf den Namen Filoponoverfallen ist, weiß ich nicht zu errathen.

1) p. 1045. dta. 204.

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180 204.