Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
XLVII
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Giovanni Boccaccio, xuvii

wert, und die Gebeine des berühmten Novellendichterswurden wieder ans Licht gezogen Auch eine bleierne (oderblecherne) Kapsel mit >5 (oder 1-3) Pergamenturkundenfand sich in dem Grabe, doch wußte keiner der Anwesen-den die Schrift zu lesen. Der Pfarrer (kettare cli 8a»3<rcc>pa) nahm Schädel und Pergamente an sich und wiessie noch lange der müßigen Neugier der Fremden vor; seitindeß 10 Jahre spater der Geistliche in das obere Arnothalversetzt worden, weiß man nichts mehr von diesen Reliquien.Wenn Lord Byron sagt'):

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so irrt er vermuthlich in der Voraussetzung, daß der Haßdes Elerus gegen den Verfasser des Dekameron an jenerEntweihung Theil gehabt habe; indeß haben jene Versedazu und die sehr lesenswerthen Erläuterungen, die der Dichtergibt, in Italien eine lebhafte Polemik hervorgerufen").Auch das Denkmal an der Wand der Kirche blieb nichtunverschont; seine Theile wurden auseinandergerissen undin einen Winkel verbannt.

Das fast verödete Certaldo beherrscht von der Höheeines Tuffsteinhügels das Elsalhal, dessen Anblick nochheute so freundlich und wohlthuend ist, als Boccaccio ihnvor nun bald fünf Jahrhunderten meisterhaft schilderte^).Mehr als eines seiner mittelalterlichen Hauser ist zu Schutz

1) Odiläe Harold IV. 58.

2) Der EanonicuS Cateni griff Byron in zwei Sendschrei-ben Sopra In tombn di II. 6rov. Loeoaceio 1825. 26 an. Da-gegen schrieb de Vvve'da. 1827 (vergl. d. Anin. S. I.XVI).Noch nahmen De Lngelis und Rosellini an dem StreiteTheil. Bergl. auch Vaters, Vovagez distor. et litteraires e»Ikalie Uv. X. cbap. 9.

2) ?istvla a LI. kino de'Rvssi p. 26.