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Giovanni Boccaccio.
Ob nach jener Krankheit Boccaccio seinen Wohnsitznoch einmal nach Florenz verlegt und die Vorträge überDante fortgesetzt habe, scheint mir deshalb sehr zweifelhaft,weil in einer, dem Ende jener Vorträge (Inf. XVII. 17)ziemlich nahen, Stelle (Ins. XV. I I8) ein Vers des Pe-trarca in einer Weise aufgesührt wird, die vorauszusetzenscheint, daß derselbe damals noch lebte. Jedenfalls leitetedas Studium des größten Dichters der modernen Welt,sowie es den Knaben der Poesie zugeführt hatte, so denGreis in jene Welten hinüber, von denen Dante gesungen.
Am 21. December 1375 starb Boccaccio in Certaldo,der Heimat seiner Vorfahren, und sein Leichnam wurdedort in der Mitte des Fußbodens der schon erwähntenKirche des heiligen Jacobus und Philippus ') unter einerMarmorplakte mit der Grabschrist beigesetzt, die er selbstversaßt hatte:
bluc sub mols jacent ciusrss k>e osss dodsnnis.iVlens sedst anto Vsum, meritis ornstu IsdorumHlortulis vitae. 6lenitor kncoaccins illi,katriu Oertaidum, Studium 1'uit slmu poesis.
Eine Tafel an der Seitenwand der Kirche wiederholte dieseInschrift, verbunden mit 12 Versen des Eoluccio Salu-tati, welche die lateinischen Werke Boccaccio's aufzählenund preisen, von den italienischen aber nur sagen:
... De vulgo millo laboreskercelebrem faciunt.
Im Jahre 15V3 schmückte der Podestä Lattanzio Tedaldidas Denkmal noch weiter aus und fügte ein marmornesBrustbild des Gefeierten, der das Dekameron in der Handhält, hinzu. Da das toscanische Gesetz vom 19. März1783 die Begräbnisse in den Kirchen verbot, so glaubteman auch das des Boccaccio mit vandalischem Gehorsamzerstören zu müssen. Die Marmorplatte wurde zertrüm-
l) „I.L OanonioL", ds /Vve'da, Del sepolcrv <Ii I>I. 6iov.
lineeseci«. (.olle, 1827 p. 3.