Giovanni Boccaccio. xuv
bar an, obwol er wünschte, in den Umstanden zu sein, daßer es ablehnen könnte.
Einen Entwurf zu seinem eigenen Testamente hatteBoccaccio schon am 21 . August >365 (italienisch) ge-macht'). Nach Petrarca's Tode ( 28 . August 1374 ) ließer es zu Florenz in der Kirche S- Felicitä feierlich (latei-nisch) durch einen Notar ausnehmend- Zu Erben er-nannte er seine Neffen, wahrend der Niesbrauch diesesVermögens deren Vater, seinem Bruder, bleiben sollte. AnLegaten hinterließ er unter Anderem dem MönchsklosterS. Maria di San Sepolcro dal Poggetto (balle Campora)")bei Florenz „alle heiligen Reliquien, die er mit vielem Zeit-aufwands und großer Mühe aus verschiedenen Theilen derWelt zusammengebracht", der Kirche S. Jacopo in Cer-taldv einige Kirchengerathe, der Madonna Sandra, Fraudes Francesco di Lapo Buonamichi ^), ein Marienbild, undseiner Haushälterin Bruna, der Tochter des Ciango daMontemagno, Betten und Wasche. Außerdem vermachteer seinem Beichtvater und Freunde Martins da Signaim Kloster S. Spirito") seine ganze Bibliothek, jedoch so,daß nach dessen Tode die Bücher dem Kloster zusielen.—In der That wurde die gewiß sehr werthvolle Sammlungfast ein Jahrhundert lang in jenem Kloster verwahrt, unddas Zimmer, in dem sie sich befand, von Niccolo Niccoliverziert; als aber in der Nacht vom 22 . zum 23 . Marz1471 dem Galeazzo Visconti zu Ehren ein geistlichesSchauspiel mit Feuerwerk aufgeführt wurde, ward mit demganzen Kloster auch Boccaccio's Bibliothek ein Raub derFlammen").
1) lieber die Ausgaben vergl. <?anrba, Serie äe' lesti Mo. 234.
2 ) ittannr, p. 113 —17. Bergl. auch tAamxr, blonum.x. 581—84.
Z) lilannr, p. 121—23.
4) Mannr, p. 125.ö) Mrnirt, p. 123. 24.
L) Latäew, p. 211. 12.