fortwährend drückend. An den Mischen Logotheten Jacob Pi-zinghe mußte er schreiben '), so schwer es ihm Alter und Cor-pulenz gemacht haben, sei er doch außer Stande gewesen,sich zu dem öfteren Besuche des Minoriten Ubertino, derauf der Höhe des Vomero wohnte, ein Pferd zu miethen.Im Frühjahr kehrte ec nach Toscana zurück.
Diese ganze Zeit (seit 1363) hatte er indeß, mit Aus-nahme der erwähnten Reisen, und der Zeit, wo er (1367)das Amt eines Osürigls lia! ivlogistratn cielia cnrxiottaliegii StPenclM bekleidete^), vermuthlich nicht in Florenz,sondern in Certaldo, der Heimath seines Vaters, zugebracht,mit literarischen Arbeiten, namentlich der 6eneni»gis Oeo-rum, dem Buche Vs inoritibn8, sz-Ivis, fontibus et I-reis,ferner I)s claris Miiiieribn8 und Oe easibus virorum etfneminsrnm illusti-ium , sowie mit den >6 Eklogen eifrigbeschäftigt. Diesem Zurückziehen von dem störenden Ge-treide der Stadt war aber ein anderes merkwürdiges Er-eigniß vorhergegangen. Am 26. Mai 1361 starb in derKarthause zu Siena ein frommer Einsiedler, NamensPietro Petroni, der später selig gesprochen wurde. Vorseinem Tode hieß er seinen Gefährten Gioachinv Ciani,sich mit geheimen Aufträgen zu mehren namhaften Män-nern der Zeit begeben, um sie von ihrem weltlichen Trei-ben abzuziehen. Auch Petrarca war von der Zahl. Einerder Ersten aber, die Eiani heimsuchte, war Boccaccio.Nach dem gleichzeitigen Berichte des später ebenfalls selig-gesprochenen Giov anni C o lombini ^) verkündete er die-sem, wie Christus dem Petroni auf dem Sterbebette er-schienen sei und ihm Boccaccio's verborgenste Geheimnisseund dessen zukünftige Schicksale offenbart habe. Nur we-nig Jahre habe er noch zu leben, drum möge er in sichgehen und bei Zeiten seinen, der Sinnenlust stöhnenden,
1) Latttellr, Lime 6i Loee. p. XXXVI.
2) Ittarrric/iellr, p. 1326 dlro. 8V.
3) Mim?», p. 85—87.