Giovanni Boccaccio.
XXXVII
in Neapel machte. Nach dem von Ciampi herausgegebenenBriese an Zanobi da Strada ( 1353 ) muß er seit 1346noch einmal dort gewesen sein, vermuthlich 1352 . Er er-wähnt, mit Zanobi lange keine Briefe gewechselt zu haben,und erinnert ihn an Aeußerungen Acciajuoli's; Zanobi waraber erst seit 1352 in Neapels. Er erklärt, so lange dasGlück des Großseneschall enthalten werde, nicht mehr nachNeapel kommen zu wollen ^). Dennoch besitzen wir einenäußerst langen, Venedig, 28 . Juni ( 1363 ) datirten, BriefBoccaccio's an Francesco Nelli, den Prior von SantiApostoli (den Simonidcs des Petrarca), der nach Zanobi'sBeförderung zum päpstlichen Geheimschreiber 1361 in Accia-juoli's Dienste getreten war, erfüllt von bitteren Klagenüber die Wortbrüchigkeit, die der Schreiber, nachdem Accia-juoli ihn nach Neapel berufen, dort von ihm erfahrenhabe, und über die ungastliche Bewirthung und das gering-schätzige Betragen, durch welches jener nach wenig Monatenveranlaßt sei, die ihm von den Jugendjahren her liebeStadt zu verlassen b). Um eine solche Inkonsequenz nichtannehmen zu müssen, hat Ciampi den ganzen Brief füruntergeschoben erklärt^) und in der Fehde, die sich hierüberentspann, selbst seine Gegner überzeugt^). Dennoch ist dieAechtheit des Briefes als völlig unzweifelhaft zu betrachten,und nur zuzugestehen, daß nicht das Original, sondern eineitalienische Uebersetzung auf uns gekommen ist°). Der Her-gang ist im Wesentlichen zu denken: Im Mai 1362 (in
1) De Sade, Deutsche Uebersetz. III. 253. Xmbr.
tlamalil. 6X0II. Oiampi, Nonuni. p. 32. vermuthct, Accia-juoli habe den Zanobi an Boccaccio's Platz berufen.
2) „Immotum seilet animo, nnnii»am telioitate klagni tuitiorente, me regnnm Xusonienm revisurum."
3) O'amxi, iVlnilum. >>. 153—209.
4) a. a. D. I>. 358—576. 581—89.
5) 6amba, Serie i>. testi 4i l. Lil. IV. si- 69. iXro. 215.o) So vermuthete schon Salvini, vergl. Q'ami» a. a. O.
I>. 566 ff. 485. 86.