XXXVIII
Giovanni Boccaccio.
yuelli cli, clis >1 nostro re I.nilovico moii — 26. Mai)nahm der Priore de' Santi Apostoli in Messinas Gele-genheit, dem Großseneschall von der drückenden Lage Boc-cacio's (bei dem gerade damals Leontius herhergke) zu spre-chen. Acciajuoli schrieb einen eigenhändigen Brief vollguter Verheißungen, um Boccaccio zu sich zu laden. Nellibegleitete denselben mit seinen eigenen Bitten. Boccaccio,den frühere Erfahrungen mißtrauisch gemacht hatten, stellteseine Bedingungen und kam erst, als diese bewilligt waren,im November Weder den ersten Willkommen, noch diefernere Aufnahme fand er seinen Erwartungen, ja den be-stimmten Zusagen, entsprechend ^), und Boccaccio zog nacheiniger Zeit zu seinem Freunde und Landsmann Mai-nardo de' Cavalcanti*). Noch einmal wurde er anden Meerbusen von Baja zu Acciajuoli mit dem Bemer-ken, daß er seine Manuscripte mitbringen möge, beschicken;aber auch hier erlangte er nur durch die vermittelnde Teil-nahme eines besuchenden Neapolitaners ein, menschlichesLager und wurde endlich mit seinen Schätzen allein amwüsten Strande zurückgelassen. In Neapel suchte sich Boc-
1) Dort verweilte er damals; De Sade Uebers. III. 671.
2) Der Brief sagt: I'nore fiesen, k staute pestilenriu. Daßgerade 1362 und 63 die Pest mit erneuerter Heftigkeit wüthetc,was Ciampi ganz übersehen hat, ergibt sich aus Mattoo Vü/nnrXI. 57, und besonders aus Petrarca's sehr lehrreichem Briefe Se-nil. III. 1.
S) Im Gegensätze zu der erniedrigenden Bewirthung Accia-juoli's gedenkt Boccaccio des Wohllebens, das er in seiner Jugendmit Jünglingen von Stande zu Neapel geführt, tllrampr, >>. 55!»—62, findet darin einen Widerspruch mit den früheren Schilderun-gen seiner Armuth, vergl. Anm. 1 S. XIX). Gewiss konnte eraber, besonders nachdem er mit dem Water ganz gebrochen, vorüber-gehend Mangel leiden, und dann wieder an dem Glanze von Jo-hannens Hofe Theil nehmen.
4) Ihm widmete er später das Buch von den unglücklichenBerühmten. S. Len Widmungsbrief bei LatckM, p. 388 — 91,vergl. p- 160 ff.