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1 (1843)
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XXXV
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Giovanni Boccaccio.

XXXV

an den Markgrafen von Brandenburg gesandt'). Dieitalienischen Schriftsteller nennen den baierischen Ludwig;doch kann der Zeit nach nur dessen Bruder, der Römer,gemeint sein, dem seit dem Luckauer Vertrage (24. De-cember 1351) die Mark bereits abgetreten war. Spi-ker^) hat nachzuweisen gesucht, daß Berlin das Ziel die-ser Sendung gewesen sein müsse; jedenfalls war der Ein-druck, den unsre Heimat auf den Dichter des Dekamerongemacht hat, kein besonders günstiger, denn einige Jahrespater findet er es unerhört, daß Petrarca habe daran den-ken können, sich von den italienischen Wirren nach Deutsch-land zurückzuziehen ^). Daß er entweder auf dieser Reiseoder bei dem Römerzuge Karl's IV. diesen Kaiser gesprochenhat, ergibt sich aus dem Briefe an Francesco Nelli.Nach einem ungedruckten Briefe, dessen Inhalt Baldelli Hmittheilt, reiste Boccaccio im Sommer 1353 über Forlizu Bernardino Polenta, der damals über Ravenna herrschte,von wo er Petrarca sein unmuthiges Erstaunen aus-drückte, daß dieser sich in den Dienst des verhaßten Mai-länder Erzbischofs (Visconti) begeben. Vermuthlich istuns auch Petrarca's entschuldigende Antwort erhalten ^).

Mehre Gesandtschaften an die noch in Avignon wei-lenden Papste wurden in den folgenden Jahren Boccaccioaufgetragen. Im Jahr 1354 sollte er erforschen, welchesSinnes Jnnocenz VI. in Betreff der Römerfahrt Karl's IV.sei °). Was auch der Ausgang dieser Sendung gewesen

Ausführlich erläutert ist sie von DronrAr, Drepni-nnone istoi-ic»nlln ». eil. rli Dante II. 3 28. Er vermuthet (p. 15), dassder Brief um 1360 geschrieben sei. De Sade seht ihn 1303,Uebersetz. III. 57483. Wergl Laidctti, p. 13035.

1) ülanni, p. 37. 38. IllaLrucüeür, p. 1326. bien. 73.74. Lai-tettr, p. 112. 13.

2 ) Nach mündlicher Mittheilung.

3) Tbtracca, Lpist. sen. I. 4.

4) ?. 114 18.

5) Senil. VI. 2.

6) ülann?', p. 38. Haictettr, p. 11820.