Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
XXVIII
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XXVlll

Giovanni Boccaccio-

daß er bis nach Monte Eassino reiste, um Manuscripte zuermitteln, und nach dem Briefe an den Priore de' santi Apo-stel! (1363) besaß er eine Anzahl von Handschriften, welchedie Aufmerksamkeit der Kundigen aus sich zog. Daß er demV airn cls lingua latina, den auch Petrarca in seiner Jugendgesehen hatte, eifrig nachforschte, erfahren wir aus dem schonerwähnten Briefe an Zanobi da Strada (1350) und nochin spaten Jahren (1369?) sehen wir ihn in Ravenna mitdem Aufsuchen von Manuscripten eifrig beschäftigt'). Woindeß Boccaccio nicht zu kaufen vermochte, da machte ersich durch seinen Fleiß zu eigen, was ihm von den be-nutzten Büchern das Wichtigste schien. Solche Auszügeaus den Sammlungen des Paolo von Perugia dientenihm, wie er selbst erzählt, als reichhaltiges Material zu derGenealogie der Götter^). Ein ähnliches ExcerptenheftliLilisldone) scheint das zu sein, das Ciampi vor einigerZeit in der Magliabecchiani'schen Bibliothek ausgefundenhat 3).

Als Mittelpunkt der gelehrten Bestrebungen in Neapelwird von verschiedenen Seiten der florentiner KaufmannNiccola Acciajuoli geschildert, der durch die Freund-schaft der Katharina von Tarent, die sich den lateinischenKaisertitel beilegte, von Stufe zu Stufe stieg, und, nach-dem das ungarische Unwetter verzogen war, zum Groß-seneschall des Reiches ernannt ward. Auch Boccaccio standzu ihm in näherer Beziehung, wie der Brief von 1341(richtiger 42), die gemeinsame Flucht, und noch in späten

1) Oiampi Hlonnm. p. 493506. Auch den übersetzten Ho-mer (vergl. S. XXXII. Anm. 2) und den Augustinus schenkte er demPetrarca. Bergl. Lessen Lpist. varia« 22. Baseler Ausg. p. 100 .Genfer Ausg. der Briefe IX. 3. Der darauf folgende erwähntdas Geschenk eigenhändiger ExcerPte aus Schriften Barro's undEicero's.

3) Hloiium. p. 1147. Bergl. Warruc/ik>üt p. 1324. x,'o. 59.60. Latcietti x. 127. 28. Liamxi, Non. p. 21116. 252 sg.