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1 (1843)
Entstehung
Seite
XXVII
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Giovanni Boccaccio.

XXVII

aus dessen handschriftlichen Sammlungen er noch in spa-ten Jahren zu schöpfen hatte, und mit dem vorzüglichstenAstronomen seiner Zeit, Andalone del Negro ausGenua. Daß ein neuerlich entdeckter, vermuthlich an die-sen gerichteter Brief ihre nähere Verbindung auf die Zeitzurückführt, wo Boccaccio noch canonisches Recht studirte,ist schon erwähnt worden'), auch wurde unter den Freun-den unsers Dichters ein Dritter, Dionigi de' Roberti,bereits genannt °). In diesem Kreise der ausgezeichnetstenMänner ihrer Zeit muß Boccaccio auch vom Griechischen,dessen Kunde damals im Occident gar selten war, wenig-stens die Ansangsgründe erlernt haben, wenn ihn gleicherst gegen Ende seines Lebens der gelehrte Leontius Pi-latus mit dem Vater der griechischen Dichtkunst genauerbekannt machte. Spuren einer Reise nach Calabrien fin-den si'ch b); ältere Biographen lassen Boccaccio bis nachSicilien reisen, um das Griechische zu erlernen. Sicherfehlte es in Neapel selbst nicht an Gelegenheit dazu, undder Eifer für diese Studien, den Boccaccio mit Petrarcatheilte, ist nicht das geringste seiner Verdienste. Daß injener bücherarmen Zeit, wer irgend nach Kenntnissen strebte,suchen mußte, sich selber in den Besitz von Handschriftenzu setzen, bedarf keiner Erwähnung. Boccaccio's beschrankteMittel erlaubten ihm dies nur in geringem Maße, dochwissen wir durch seinen Schüler Benvenuko von Jmola"),

1) Wermuthlich rührt der Brief aus dem Jahre 1339 her,denn er bezieht sich, was Ciampi nicht gesehen hat, auf die Fehdeder della Marra und des Niccolö dei Gatti in Barletta. Bergl.Dom. kte Siariina bei M/ratoi-i Secipt. XII. 551.

2) ZanobidaStrada, den später auf Acciajuoli's Fürwort

von Karl IV. gekrönten Dichter, preist Boccaccio in dem ersten Briefean ihn (1350) überschwänglich; sehr verschieden lautet sein späteresUrtheil in einem Briefe von 1373. kime 6i dl. vac-

e»cel x. XI.II. XDIII.

») Lat-isüi, p. 255. 56.

s) Im Commentar zu Dante'S Paradies XXII. 74. M,ra-tov!,. 4ntig». I. 1296.

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