XXIV Giovanni Boccaccio.
Neapel geweilt habe. Ein neuaufgefundener Brief') ge-denkt aber einer inexiricnlstlis üigs und eines vnlmis exi-tisie, die Boccaccio für den schon erwähnten Acciajuoli er-duldet. Vermuthlich nahm er also Theil an der Flucht,auf welcher Acciajuoli Ludwig von Tarent nach Toscanabegleitete"). Aller Wahrscheinlichkeit nach hielten ihn diePest, die er spater so beredt geschildert hat, und der Toddes Vaters auf einige Zeit in der Heimat zurück, wo wirihn am 26. Jan. 13-19 als Vormund seines BrudersJacopo handeln sehen ^).
Am 15. Mai >3-19 datirt Boccaccio einen Zueignungs-brief (von was für einer Schrift weiß ich nicht zu sagen)an Francesco de' Bardi wieder aus Neapel. Zu Endedesselben Jahres, oder zu Anfang des folgenden finden wirihn jedoch nicht nur aufs Neue in Toscana einheimisch,sondern in öffentlichen Angelegenheiten beschäftigt. Daß erum diese Zeit im Aufträge der florentinischen Republik zuFrancesco degli Ordelaffi in Forlr gereist sei und sich die-sem näher befreundet habe, wußten wir schon langes.Nach einem von Ciampi') aufgefundenen Briefe scheint eraber um die Zeit der zweiten Invasion des ungarischenLudwig (1349. 56) in einem näheren Verhältniß zu die-sem Dynasten, den er wiederholt als seinen „«iomimis" be-zeichnet, gestanden und dadurch in die, den neapolitanischenAngiovinen feindlichen Parteiungen gezogen zu sein°>. —Noch öfter sehen wir Boccaccio an die Höfe der kleinenStadtetyrannen der Romagna zurückkehren')-, bemerkens-
1) Oiamz», klonuw. p. 73.
2) 6rov. XII, 111, 15.
2 ) Illanni, Stori» äel äec. p. 21. Vermuthlich ist die Jahres-zählung nach florentinischem Gebrauche, dann ist das Jahr 1350zu verstehen. LalciE p. 276.
4) (llanm, p. 56, 57. Atelcur, V!tr> ^mdrosii Lainalä.x. 6HXVII. Lai-Ieitt p. 105 — 8.
5) Nonum. p. 267.
k) Älonum. p. 226
7) kXamxr, p. 495. I4o. b., 505.