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1 (1843)
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Giovanni Boccaccio.

dings von mir bekannt gemachten Briefe Dante's') wört-lich übereinstimmte und dadurch die Aechtheit einigermaßenverdächtig würde.

Schon zwei Frauen hatte Boccaccio seine Neigung zu-gewandt, bevor er Marien erblickte. Die Eine nennt erim Ameto: Pampinea, die Andere Abrotonia (wol Ambro-tonia). Jene verließ er; diese wandte sich von ihm ab.Von dem Gegenstände der neuen Liebe, die ihn dauernderfesseln sollte, erzählt er uns selber "), ihr Vater, ein Grafvon Aguino, sei unter König Robert nach Neapel gezogenund habe sich dort eine schöne Französin vermahlt. Beieinem Feste, das Robert bald nach seiner Thronbesteigung(2. Mai 1309) im Mai oder Juni (vermuthlich also 1310)gegeben, sei er in Leidenschaft für die junge Gräfin ent-brannt. Bald darauf habe diese an den König eine Bittezu richten gehabt, als Preis für deren Gewährung sie ge-nöthigt worden sei, sich jenem zu ergeben. So sei Mariageboren, ungewiß, ob als Tochter Robert's, oder des Gra-fen von Aguino. Noch in zartem Alter sei sie in einNonnenkloster (vermuthlich von Santa Chiara) gegeben,das sie erst wieder verlassen habe, um sich mit einem vor-nehmen Neapolitaner zu vermählen.

Nach jenem ersten zufälligen Begegnen in San Lo-renz» ^) traf Boccaccio einige Tage später Marie in einemNonnenkloster, das er als dem Erzengel Michael geweiht be-zeichnet''), und hatte hier Gelegenheit, sie zu sprechen. Dürf-ten wir der Erzählung im Ameto Glauben beimessen, so

r) Dante's lyrische Gedichte II. 235.

2) Im Ameto. De» Namen Maria bezeugt der Filocopo a. a.O. und im 5. Buch i>. 21 und das Akrostichon von der ^m. Vision«.

3) Im Ameto erwähnt Boccaccio noch ein zweites Begegnenam Ostersonntage in derselben Kirche. Aus eben jenem Büchleinergibt sich, daß Marie um jene Zeit schon mehre Jahre vermähltwar.

4) Ein solches ist mir in Neapel nicht bekannt. Baldelliparaphrasirt principe äe' celestiaii nccelli wol unrichtig mit Santospirito.