XVIII
Giovanni Boccaccio.
Seine Ankunft in Neapel bezeichnet er aber, demgemäß,im Ameko (p. III) als die eta pnbescents 6i nunvo,und weiterhin (p. 114) als seine pueriria; Villa ni'sNachricht (a. a. O. p- 69), daß Boccaccio bei seiner An-kunft in Neapel 28 (nach einer andern Lesart 25) Jahregezahlt habe (1341), ist also jedenfalls irrig. Nachdem er,wie im Ameto berichtet wird, sechs Jahre hier verweilt(1336 oder 37), hatte er eine zweite Vision, die ihm dasBild der Fiammetla (Maria) vorführte, und 16 Monatespater,, um Ostern (13A8 oder 36), sah er sie zum erstenMale in der Kirche San Lorenzo '). Vor diesem Mo-mente war also für das Studium des canonischen Rechtesoffenbar keine Zeit. Nun hat aber Eiampi°) vor eini-gen Jahren einen Brief des Boccaccio ausgefunden, dener an Andalone del Negro gerichtet glaubt, und in demder Briefschreiber um ein Exemplar der Thebaide bittet,damit er sich daran von der Langenweile, welche seine„Hecretsliiiin leetores" ihm veranlaßten, erholen könne.Dieser Brief ist datirt sub monte Valerno spuck bastaÄlaronis Virgilü. .Iiiüi IvsI. IV. Unter dem ülous Va-ls raus versteht Boccaccio den Posilipo ^). Das gleicheDatum tragen zwei andere Briese, deren einer ^) die Jahrcs-. zahl 1339 (III. l^un. Lpr.) angibt. Filippo Villani berichtet,als Boccaccio auf des Vaters Befehl in Neapel geweilthabe, sei er eines Tages allein nach dem Orte gewandelt,wo die Asche des Maro begraben liege, und als er diesGrabmal unverwandten Blickes nachdenklich betrachtet unddabei erwogen habe, was es in sich schließe, und welcherRuhm diese Gebeine verherrliche, seien plötzlich Schmerzund tiefe Trauer ob seines Geschickes über ihn gekommen,welches ihn zwinge, geisttötende Geschäfte (Villani sagt:
1) Wergl. auch 15>oco,>o, Ciccarelli'sche Ausg. i>- 4. DasOsterfest wird auch in der Fiammefta angedcutct.
2) iVIonmn. «!> U. 6iov. Lnec. KIU. 1830. p. 308.
3) .Vmeto >'. 103.
<> I. a. p. 276.