Das Ende aller Dinge.
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diesem Begriffe) gut ist, der ist immerhin gut, und wer (ihm zu-wider) böseist, ist immerhin böse" (Apokal. XXll, 11); gleich als obdieEwigkeit, und mit ihr das Ende aller Dinge schon jetzt eingetretensein könne; — und gleichwohl sind seitdem immer neue Plane, un-ter welchen der neueste oft nur die Wiederherstellung eines altenwar, auf die Bahn gebracht worden, und es wird auch an mehrletzten Entwürfen fernerhin nicht fehlen.
Ich bin mir so sehr meines Unvermögens, hierin einen neuenund glücklichen Versuch zu machen, bewußt, daß ich, wozu freilichkeine große Erfindungskraft gehört, lieber rathen möchte: die Sachenso zu lassen, wie sie zuletzt standen und beinahe ein Menschenalterhindurch sich als erträglich gut in ihren Folgen bewiesen hatten.Da das aber wohl nicht die Meinung der Männer von entwedergroßem oder doch unternehmendem Geiste sein möchte; so sei es mirerlaubt, nicht sowohl, was sie zu thun, sondern wogegen zu verstoßensie sich ja in Acht zu nehmen hätten, weil sie sonst ihrer eigenenAbsicht, (wenn sie auch die beste wäre,) zuwider handeln würden,bescheidentlich anzumcrken.
Das Christcnlhum hat, aus der größten Achtung, welche dieHeiligkeit seiner Gesetze unwiderstehlich einflößt, noch etwas Lie-benswürdiges in sich. (Ich meine hier nicht die Liebenswür-digkeit der Person, die eS uns mit großen Aufopferungen erworbenhat, sondern der Sache selbst; nämlich der sittlichen Verfassung, dieer stiftete; den jene läßt sich nur aus dieser folgern.) Die Achtungist ohne Zweifel das Erste, weil ohne sie auch keine wahre LiebeStatt findet; ob man gleich ohne Liebe doch große Achtung gegenJemand hegen kann. Aber wenn es nicht blos auf Pflichtvorstellung,sondern auch auf Pflichtbefolgung ankommt, wenn man nach demsubjektiven Grunde der Handlungen fragt, aus welchem, wennman ihn voraussetzen darf, am Ersten zu erwarten ist, was derMensch thun werde, nicht blos nach dem objectiven, was erthun soll; so ist doch die Liebe, als freie Aufnahme des Willenseines Anderen unter seine Maximen, ein unentbehrliches Ergänzungs-stück der Unvollkommenheit der menschlichen Natur, (zu dem, was