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Das Ende aller Dinge.
Ueberredung darf anwandeln lassen, vielweniger darnach verfahren,als ob er cS ergriffen habe. — Daher auch die von Zeit zuZeit veränderten, oft widersinnigen Entwürfe zu schicklichen Mitteln,um Religion in einem ganzenVolk lauter und zugleichkraftvoll zu machen; so, daß man wohl ausrufen kann: ArmeSterbliche, bei euch ist nichts beständig, als die Unbeständigkeit!
Wenn es indeß mit diesen Versuchen doch endlich einmal soweit gediehen ist, daß das Gemeinwesen fähig und geneigt ist, nichtblos den hergebrachten frommen Lehren, sondern auch der durch sieerleuchteten praktischen Vernunft, (wie es zu einer Religion auchschlechterdings nothwendig ist,) Gehör zu geben; wenn die (aufmenschliche Art) Weisen unter dem Volk nicht durch unter sich ge-nommene Abreden (als ein Klerus), sondern als Mitbürger, Ent-würfe machen und darin größtenlheilS Übereinkommen, welche aufunverdächtige Art beweisen, daß es ihnen um Wahrheit zu thun sei;und das Volk auch im Ganzen, (wenngleich noch nicht im kleinstenDetail,) durch das allgemein gefühlte, nicht auf Auctorität gegrün-dete Bedürfniß der nothwendigen Andauung seiner moralischen An-lage daran Interesse nimmt: so scheint nichts rathsamer zu sein,als Jene nur machen und ihren Gang fortsetzen zu lassen, da sieeinmal, was die Idee betrifft, der sie nachgehen, aus gutem Wegesind; was aber den Erfolg aus den zum besten Endzweck gewähltenMitteln betrifft, da dieser, wie er nach dem Laufe der Natur aus-fallen dürfte, immer ungewiß bleibt, ihn der V orsehung zu über-lassen. Denn man mag so schwergläubig sein, wie man will,so muß man doch, wo cs schlechterdings unmöglich ist, den Erfolgaus gewissen nach aller menschlichen Weisheit, (die, wenn sie ihrenNamen verdienen soll, lediglich auf das Moralische gehen muß,)genommenen Mitteln mit Gewißheit vorauszusehen, eine Concurrenzgöttlicher Weisheit zum Laufe der Natur auf praktische Art glauben,wenn man seinen Endzweck nicht lieber gar aufgeben will. — Zwarwird man einwenden: schon oft ist gesagt worden, der gegenwärtigePlan ist der beste; bei ihm muß es von nun an auf immerbleiben, das ist jetzt ein Zustand für die Ewigkeit. „Wer (nach
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